Frei stehende Treppe als Architektonisches Schmuckstück

Arbeiten in der Wiehagenschule: Innenausbau läuft

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Die frei stehende Treppe im Eingangsbereich ist Hingucker im Neubau der Wiehagenschule an der Stockumer Straße. Derzeit werden Betonwerksteine im Erdgeschoss verlegt. Die beiden oberen Etagen sind mit einem Linoleumboden ausgestattet.

Werne – Im Neubau der Wiehagenschule ist nach wie vor viel zu tun. Derzeit geben sich Trockenbauer, Fliesenleger und Installateure die Klinke in die Hand. Architektonisches Schmuckstück im Gebäudeinnern ist die frei stehende Treppe unter einem rund 65 Quadratmeter großen Lichtdach.

Die zentrale Treppe führt hinauf zu den Klassenräumen im ersten und zweiten Obergeschoss. Die beiden Handläufe für Klein und Groß sind aus Multiplexplatten in Ahorn-Optik. Schönes Gimmick: Im oberen wird ein LED-Band zur Beleuchtung der Stufen eingebaut. Der Neubau hatte im Frühjahr fertig werden sollen, dann wurde der Umzug der Schüler und Lehrer zur Stockumer Straße auf die Sommerferien verschoben. Doch auch damit klappt es nicht, wegen Verzögerungen in einzelnen Gewerken. Der nun geplante Einzugstermin nach den Herbstferien sei noch immer nicht selbstverständlich, verdeutlicht Frank Adamietz, Leiter des Kommunalbetriebs. 

Voraussetzung sei die strikte Einhaltung des neu erstellten Bauzeiten-Plans. Während in den oberen Stockwerken bereits blauer Linoleumbelag verlegt ist, wurde für den Boden im Erdgeschoss heller Betonwerkstein gewählt. „Dessen Verlegung dauert noch bis Ende dieser Woche“, schildert Adamietz. Derweil verkleiden die Trockenbauer noch einzelne Wände in den Klassenräumen und der Mensa. Überdies werden Akustikdecken installiert. In den Fluren wird dabei auf sogenannte Sauerkraut-Platten aus Holzwolle zurückgegriffen. Eine eher ursprüngliche Optik vermittelt auch der dortige Sichtbeton. 

Die hölzernen Fenster- und Türenelemente im Innern sind im Gegensatz dazu filigran gefertigt. Die Technikzentrale des Gebäudes befindet sich auf dem Dach. Hier herrscht derzeit ebenfalls viel Betrieb. Die Lüftungsanlagen müssen eingestellt, Leitungen isoliert und verkleidet werden. „Sie können bei Bedarf auch kühlere Luft in die Räume führen“, sagt Adamietz. Mit Blick auf die Erfahrungen beim Neubau der Marga-Spiegel-Schule habe man überdies darauf geachtet, dass sich größere Fensterflächen öffnen lassen. An der Bahnhofstraße hatte es bis zum Einbau einer Kälteanlage deutliche Hitze-Probleme in den Unterrichtsräumen gegeben. 

Der Wiehagen-Neubau hat eine lichte Raumhöhe rund drei Metern. Jeweils zwei Klassenräumen ist ein Differenzierungsraum zugewiesen. Es gibt einen Fahrstuhl und eine zweite Treppe. Die Mehrzweckräume im ersten Obergeschoss sind mit einer mobilen Trennwand versehen. Im Erdgeschoss befindet sich – gleich links vom Eingang – der Verwaltungstrakt mit Lager und Lehrerzimmer, rechts der Bereich für den Offenen Ganztag. 

In der Mensa wird demnächst frisch zubereitetes Essen serviert. In den kommenden Tagen und Wochen müssen Türen angebracht, Wände gestrichen, Waschbecken und Schrankelemente eingebaut werden. Im Eingangsbereich erhält die Fassade noch Klinkersteine. Diese Arbeiten waren zurückgestellt worden, weil zunächst das Vordach installiert werden muss. Die Baumaßnahmen im Außen-Spielbereich sind derweil weit vorangeschritten. Dieser wurde bekanntlich mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins und der Sparkasse an der Lippe gestaltet. Auch die Busspur vor dem Gebäude steht kurz vor der Fertigstellung.

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