Sicher zur Schule

Ampel und Elternhaltestellen regeln den Autoverkehr an Wiehagenschule

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Im Eingangsbereich der Wiehagenschule hilft eine Fußgängerampel den Kindern bei der Überquerung der Straße.

Werne – Am Mittwoch bricht für die 360 Kinder an der Wiehagenschule ein besonderes Ereignis an: Erster Schultag im Neubau an der Stockumer Straße. Ein Blick auf die Sicherheitsvorkehrung für den Weg zur Schule.

Es ist Sache des Kommunalbetriebs der Stadt Werne (KBW), bis Mittwochmorgen die letzten Vorkehrungen für die Sicherheit auf dem Schulweg zu treffen. Dafür ist zwar das Meiste erledigt, aber der parallel mit den Arbeiten auf und um Sim-Jü geforderte Bauhof hat noch die letzten Schilder zu montieren. 

„Bis Mittwochmorgen wird aber alles erledigt sein“, versicherte Adrian Kersting, Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr, wohlwissend, dass dies an der Grundschule teils mit Skepsis beobachtet wird. Die baulichen Maßnahmen dafür sind aber abgeschlossen.

  • Zebrastreifen angelegt

Auf der Horster Straße ist an der Einmündung Holtkamp nun auch der Zebrastreifen angelegt, über den die Kinder aus dem nördlichen Einzugsgebiet durch den Bereich Holtkamp/Wiehagen zur neuen Schule am Standort der alten Weihbachschule gelangen. Ein Lieferengpass bei der für Fußgängerüberwege unerlässlichen Beleuchtung habe den Umbau aufgehalten, so Kersting. In diesem Zuge wurde für die Überquerung der Straße Holtkamp zum Fußweg parallel zum Wiehagen eine Fußgängerfurt markiert. 

Am Holtkamp weisen Piktogramme die Autofahrer darauf hin, Rücksicht zu nehmen und an der Horster Straße sorgt ein Zebrastreifen für einen sicheren Schulweg.
  • T empo-30-Zeichen und Warnlichter

Die Tempo-30-Zeichen und „Achtung Kinder“-Piktogramme, die vorm Haupteingang Autofahrer auf der viel befahrenen Stockumer Straße zur Rücksicht anhalten, sind ebenfalls auf den Asphalt gebracht. Die dortige Fußgängerampel wurde mit Warnlichtern aufgerüstet, an zwei Punkten pro Fahrtrichtung das Tempo-Limit ausgeschildert. 

Im Eingangsbereich der Wiehagenschule hilft eine Fußgängerampel den Kindern bei der Überquerung der Straße.
  • Tafeln für Elternhaltestellen

Was gestern ebenfalls montiert wurde, sind die Tafeln für die schon markierten Elternhaltestellen im Umfeld der Schule. „Wir kommen da auf insgesamt 20 Plätze an fünf Standorten“, erläuterte der Ingenieur. Fünf Plätze sind im Parkstreifen an der Stockumer Straße vorgesehen, weitere an zwei Punkten am Ostring und dem Stollenweg gegenüber sowie an der Breielstraße, wo Kinder am ertüchtigten Fußpatt zu Am Weihbach mit dem Auto abgesetzt werden können. 

Schilder an den Hol- und Bringzonen ermahnen die Eltern dazu, ihren Nachwuchs ab dort zu Fuß weitergehen zu lassen.

Dass es von dort gut zu Fuß weiter geht, ist auf den Zusatztafeln zu lesen, mit denen die Stopps für das Elterntaxi ausgewiesen werden. Ansonsten gilt dort ein eingeschränktes Halteverbot, das nur von 7.30 bis 9.30 Uhr und 12 bis 16 Uhr erlaubt, jemanden ein- oder aussteigen zu lassen. So soll der vor so ziemlich jeder Schule problembeladene Elternverkehr im Interesse der Kinder auf Abstand gehalten werden. 

Die Sorge, dass Mama und Papa jedes Schlupfloch nutzen, um die lieben Kleinen bis vors Schultor zu chauffieren, prägte auch den Bau der neuen Bushaltestelle. Größte Schwierigkeit ist hier, dass zwischen der Schule und der Stockumer Straße noch die schmale Parallelfahrbahn bis zu der Sackgasse liegt, mit der zwei Wohnhäuser neben der Schule erschlossen sind. Sobald die Baustelleneinfahrt vom Eschenweg in den Stich aber nicht mehr benötigt und wieder gesperrt wird, erfordert diese Zufahrt aber einen Umweg. 

Polizei wird präsent sein

„Wir versuchen, diese Zufahrt für Eltern so unattraktiv wie möglich zu machen“, betonte Kersting. Zudem habe die Stadt die Polizei wie auch den Verkehrsdienst des Kreises Unna gebeten, mit dem Umzug der Schule ein besonderes Auge auf die Verkehrssituation zu werfen. „Die Polizei wird präsent sein und auch der Kreis Unna mit dem Radarwagen die Einhaltung des Tempo-Limits überwachen.“ 

Weil die beste Lösung zur Entschärfung der Verkehrsrisiken vor der Schule nach Überzeugung von Stadt und Schule der Bau eines Kreisverkehres anstelle der Kreuzung Stockumer Straße/Ostring/Stollenweg wäre, wird der KBW für diesen Vorstoß beim Land (zuständig für die Stockumer Straße) eine Verkehrszählung vornehmen. Mit 11.000 Fahrzeugen täglich ist die Landesstraße laut der Erhebung aus dem Frühjahr belastet, bei 12.000 liegt der Schwellenwert für den Bau eines Kreisverkehres. 

Zudem wird erfasst, wie es sich mit dem abbiegenden Verkehr an der Kreuzung verhält. All das dient als Futter für die Politiker, die beim Land die Fühler für Werne ausgetreckt haben.

Einräumen in der neuen Wiehagenschule

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