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Albin Draeger (52) aus Werne ermutigt: „Es ist wichtig, Blut zu spenden“

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Albin Draeger aus Werne war eine der Personen, die am Sonntag beim DRK Blut spendeten.
Albin Draeger aus Werne war eine der Personen, die am Sonntag beim DRK Blut spendeten. © Günther Goldstein

Am Sonntag (24. Juli) fand ein Blutspende-Sondertermin des DRK in Werne statt. Doch die Temperaturen und der Mangel an Freiwilligen erschwerten die Situation. Trotzdem war die Resonanz gut.

Werne - „Wir mussten uns etwas umorganisieren für diesen Sondertermin heute“, sagt Wilhelm Benning, der Leiter der DRK Station Werne, am Sonntag (24. Juli). „Die hohen Temperaturen erfordern einige Maßnahmen bei dem Gebäude, damit es nicht unerträglich warm wird. Dieses Gebäude ist das DRK-Heim in der Flöz-Zollverein-Straße in Werne, in dem Blut gespendet werden kann.

Dort sind alle Fenster mit reflektierenden Folien verhangen, den Erfolg kann man spüren. Und der wichtigste Ort des Blutspende-Sondertermins wurde in die Räume des Veranstaltungszentrums Flöz K verlegt.

„Wir haben für die heutige Aktion rund 90 Voranmeldungen, aber leider personelle Absagen“, berichtet er. Es ist nur eine Ärztin da und bei der Betreuung der Spender gibt es diesmal keine Beköstigung am Ende. „Die Spenden-Bereitschaft ist gut, sie hat unter Corona nicht gelitten.“

Spender bekommen ein Lunchpaket

Die Blutspender werden am Eingang nach der Meldeliste registriert und durchlaufen dann mehrere Stationen in dem Gebäude. Zuerst geht es in den Raum der Ärztin Hedwig Strunk, die nach dem Hämoglobintest weitere Fragen klärt.

Ist alles ok, geht es in den klimatisierten Saal von Flöz K, in dem sechs Liegen für die Spender bereitstehen. Hier kümmert sich das Personal des DRK um die Probanden, legt ihnen die Kanüle an, durch die das Blut in den Sammelbeutel fließt.

500 Milliliter Blut werden es am Ende sein, die dann in die Zentrale nach Hagen kommen. Der Spender darf sich dann noch eine Zeit lang erholen und bekommt zum Abschluss ein Lunchpaket, dann wird er entlassen.

Albin Draeger (56) aus Werne ist einer der vielen Spender an diesem Sonntagmorgen. Er ist Berufskraftfahrer, kommt aus Werne, war bei der Freiwilligen Feuerwehr und kennt daher die Gründe, warum Spenden so wichtig ist.

„Ich habe mit 18 Jahren damit angefangen und hatte bisher 73 Termine“, berichtet er. „Wegen meines Berufes bin ich jetzt auf diese Sondertermine angewiesen. Es ist wichtig, Blut zu spenden, und ich möchte alle ermutigen, dies auch zu tun.“

Nachfolger gesucht

Wilhelm Benning freut sich über die gute Resonanz an diesem Sonntag. Er ist seit 1976 beim Roten Kreuz tätig und seit 20 Jahren Leiter in Werne. Eigentlich wollte er schon aufhören, aber weil kein Nachfolger gefunden werden kann, macht er noch drei Jahre weiter.

„Wir haben Probleme, unsere Reihen hier geschlossen zu halten. Durch Corona haben wir viele Freiwillige verloren.“ Der Termin am Sonntag wurde nur mit acht Kräften besetzt, weil es keine komplette Beköstigung und Betreuung der Spender gibt.

„Sonst müssten wir hier 24 Mitarbeiter einsetzen. Uns fehlt auch die zweite Arztbesetzung.“ So schafft das DRK-Team auch nur noch fünf der sonst sieben Blutspende-Termine. - von Günther Goldstein

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