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AFG-Lehrerinnen mit Titel „Kentucky Colonel“ geehrt

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Birgit Berendes und Heike Armbrust (v.r.) sind „Kentucky Colonel“. Die Auszeichnung freut auch die stellvertretende Direktorin Elisabeth Gerber. ▪
Birgit Berendes und Heike Armbrust (v.r.) sind „Kentucky Colonel“. Die Auszeichnung freut auch die stellvertretende Direktorin Elisabeth Gerber. ▪ © Hillebrand

WERNE ▪ Der 36. Präsident der USA, Lyndon B. Johnson, ist einer, Bill Clinton, Nr. 42 im selben Amte, ebenso wie Sir Winston Churchill, Elvis Presley und Schauspielerin Whoopi Goldberg. Wer die Mitglieder „Honorable Order of Kentucky Colonels“ vom Ende her aufzählt, wird nun als erstes auf zwei Werner Lehrerinnen stoßen: Birgit Berendes und Heike Armbrust vom Anne-Frank-Gymnasium sind die jüngsten Mitglieder und dürfen sich seit dem Wochenende „Kentucky Colonel“, Ehrenoberst des Staates Kentucky, nennen.

Mit der Auszeichnung vom Range eines hiesigen Landesverdienstordens würdigen die Partner in den USA das Engagement der beiden für den noch jungen Schüleraustausch mit den High Schools in Bowling Green/Kentucky. Wie berichtet, waren gerade die ersten amerikanischen Schüler und Lehrer zum Gegenbesuch in Werne.

Als die Gäste bei der Abschiedsfeier am Samstag begannen, recht ergriffen und mit einigen Tränen der Rührung ihren Dank auszusprechen, wussten die Gastgeber zunächst gar nicht, wie ihnen geschah, berichteten Heike Armbrust, Birgit Berendes und die stellvertretenden Schulleiterin Elisabeth Greber. „Dann habe ich auf den Umschlag geschaut und die Adresse des Gouverneurs gesehen. Da wusste ich, dass etwas Ernstes kommt“, so Armbrust.

Was Tracey Norman, Vertreterin der Warren Central High School, als Überraschung zum Schluss im Gepäck hatte, waren die von Gouverneur Steven L. Beshear und Staatssekretär Trey Gayson unterzeichneten Ernennungsurkunden des „Kentucky Commonwealth“, wie der Staat im mittleren Westen offiziell heißt. Als Botschafterinnen für Verständigung und Gemeinschaftsgeist hat er die beiden mit dem nicht militärischen Ehrentitel gewürdigt.

„Es geht darum, eine gewisse Weltoffenheit zu erreichen. Die Schulpartnerschaft eröffnet für Schüler und Lehrer Kontakte, die in dem recht konservativen Staat so eher selten sind“, erläuterte Armbrust. Wie einige andere Staaten im Inneren der USA sei Kentucky sehr auf sich selbst bezogen. Auch die Beteiligung von gleich drei Schulen, der Warren Central High, mit der die Partnerschaft begann, sowie der Greenwood und der South Warren High School fördere einen Partnerschaftsgedanken, der in der verbreiteten Rivalität unter den US-Schulen unüblich sei. Die Auszeichnung werde das Interesse der Amerikaner daher sicherlich beflügeln.

Neben all der Ehre verbindet sich mit dem Titel übrigens auch die jährliche Einladung aller „Colonels“ zur berühmtesten Veranstaltung im Staate, dem „Kentucky Derby“ am ersten Samstag im Mai in Louisville. Aber da sind die Oberste hierzulande Diener des Staates: Schule geht vor Pferderennen.bkr

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