Cafeteria öffnet nur für Mitarbeiter

Christophorus-Krankenhaus auf Corona-Fall vorbereitet - Appell: Weiter Blut spenden

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Pflegedirektor Ludger Risse und Daria Dziemba vom Cafeteria-Team weisen darauf hin, dass die Cafeteria im St. Christophorus-Krankenhaus derzeit für Patienten und Besucher geschlossen bleibt.

Werne – Ärzte, Geschäftsführer und die Pflegeleitung des Katholischen Klinikums Lünen/Werne GmbH tagen derzeit täglich, um auf die jeweils aktuellen Meldungen zum Coronavirus reagieren zu können. „Wir haben einen Krisenstab eingerichtet und besprechen uns auch jeden Tag mit Vertretern des Kreises Unna“, sagte der Geschäftsführer Axel Weinand.

Derzeit werde beraten, wie die beiden Krankenhäuser mit der Empfehlung der Landesregierung umgehen, planbare Operationen und Eingriffe in den Krankenhäusern ab Montag auf unbestimmte Zeit zu verschieben. „Da werden wir bis Montag Entscheidungen getroffen haben“, so Weinand.

Bis jetzt gebe es weder im St. Christophorus-Krankenhaus in Werne noch im St.-Marien-Hospital Lünen einen Fall mit Corona-Infektion. Beide Häuser seien gut darauf vorbereitet, Menschen mit Covid-Erkrankungen zu behandeln. „Covid verläuft ähnliche wie eine Grippe, die Therapie solcher Infektionen gehört für uns zum Tagesgeschäft“, erklärte Weinand. Risikogruppen sollten natürlich vorsichtig sein. „Klipp und klar“ stellte Weinand fest, dass Krankenhäuser aufgrund ihrer hohen Hygienestandards die Corona-sichersten Orte seien.

Lieferengpässe bei Schutzmasken

Die Behandlung möglicher Corona-Fälle bereite den Mitarbeitern derzeit weniger Sorgen als die Rahmenbedingungen. „Die behindern uns in unseren Abläufen“, sagte Weinand. Das betreffe zum einen die Lieferengpässe bei Mund- und Nasenschutzmasken, zum anderen die anstehenden Schließungen von Kindergärten und Schulen.

Letzteres werde ein Problem für viele Mitarbeiter, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder betreuen sollen. „Wir versuchen derzeit, die Dienstpläne darauf abzustimmen, ebenso für den Fall, dass Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden“, informierte Weinand.

Ludger Risse, Pflegedirektor im St. Christophorus-Krankenhaus, sieht Kreis und Kommune in der Pflicht, was die Kinderbetreuung angeht. „Ich fordere Stadt und Kreis ausdrücklich auf, da Lösungen anzubieten“, betont Risse. Vorstellen könne er sich eine Betreuung in Kleingruppen. „Da besteht nur ein geringes Risiko.“

Cafeteria für Besucher und Patienten geschlossen

Die Cafeteria im Krankenhaus ist inzwischen für Besucher und Patienten geschlossen worden; nur noch Mitarbeiter dürfen dort essen. Mit der Einschränkung der Patientenbesuche gebe es keine Probleme. „Das verteilt sich gut über den Tag, die Regel wird befolgt und die Patienten und ihre Angehörigen zeigen viel Verständnis, dafür bedanke ich mich“, sagt Ludger Risse.

Sorgen bereitet dem Pflegedirektor die enorm rückläufige Zahl an Blutspenden. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir mit den vorhandenen Blutkonserven haushalten“, erklärt Risse.

Er appelliert an die Öffentlichkeit, gerade jetzt Blut zu spenden. Der Coronavirus sei keinesfalls ein Hinderungsgrund. „Blutspenden sind sicher“, sagt Ludger Risse mit Nachdruck. Dazu gehöre immer ein Gesundheitscheck, schon allein, um andere Infektionen wie Grippe auszuschließen. Und die Schutzmaßnahmen seien so hoch, dass niemand Angst haben müsse, sich dort „etwas zu holen“.

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