Nachwuchs für die Patenfamilie

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Die neuen Familienpaten für den Kreis Unna nahmen am Montag ihre Zertifikate entgegen.

Werne. Wenn Großeltern nicht in der Nähe wohnen, fehlt vielen Familie Unterstützung in ihrem Alltag. Diese Rolle übernehmen künftig acht neue Familienpaten im Kreis Unna. Jetzt erhielten die Ehrenamtler beim letzten Tag ihrer Schulung im Familiennetz ihre Zertifikate.

Zum ersten Mal hatten sich die Kommunen Werne, Kamen, Bergkamen und Unna zusammengeschlossen, um Interessierten aus allen Städten eine Schulung zu ermöglichen. An sechs Abenden lernten die Ehrenamtlichen nicht nur rechtliche Grundlagen, sondern beschäftigten sich auch mit den Themen Nähe und Distanz zur Familie und machten einen Erste-Hilfe-Kursus. „Die Ehrenamtler haben sich auch mit ihrer eigenen Biografie auseinandergesetzt“, erklärte Projekt-Koordinatorin Elisabeth Meßner. 

Einmal wöchentlich verbringen die Ehrenamtler zwei bis vier Stunden mit ihrer Patenfamilie. Die betreuten Kinder dürfen höchstens zwölf Jahre alt sein. „Durch die individuelle Betreuung können sich Familie und Pate aufeinander einstellen,“ erklärte Meßner. Wie die Treffen gestaltet werden, haben die Paten selbst in der Hand. „Sie können beispielsweise mit den Kindern spazieren gehen. Aber auch andere Aktivitäten sind möglich“, erläuterte die Koordinatorin. 

Große Entlastung für Familien

Die Beweggründe für ihr Engagement waren bei den Familienpaten ähnlich: „Wir möchten für andere da sein und helfen“, waren sie sich einig. Die Paten seien für viele Familien eine enorme Entlastung, so Meßner. „So etwas hätte ich mir damals auch gewünscht“, sagte eine der Teilnehmerinnen. Auch ihre Kollegen stimmten zu und machten deutlich, dass die Entlastung des Familienlebens seit jeher ein wichtiges Thema ist. Die Nachfrage sei so hoch, dass es noch einige Werner Familien gibt, die auf die Zuteilung eines Patens warten, so Meßner. „Wir suchen händeringend nach Verstärkung“, sagte die Koordinatorin.

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