105 Betreuungsplätze werden geschaffen

Kita-Neubau am Goetheweg: Abriss des Schwesternheims beginnt

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Jugendhilfe-Chef Uwe Schenk (links) und Verwaltungsleiterin Katharina Böckenholt (rechts) besuchten gestern das alte Schwesternheim an der Goethestraße. In rund sechs Wochen wird es endgültig abgerissen sein.

Werne - Es tut sich etwas in Sachen Kita-Neubau am alten Schwesternwohnheim. Gestern haben am Goetheweg die Vorbereitungen für den Abriss begonnen. Sobald das Gebäude in rund sechs Wochen weg ist, entsteht an dieser Stelle die neue „Kita am Wald“. Eine finanzielle Frage bleibt offen. 

Sechs Gruppen mit insgesamt 105 Kindern sollen in der neuen Kita ab Ende 2020 Platz finden. Dann soll der Neubau nämlich stehen. Aus zwei Gruppen besteht laut derzeitigem Plan dann eine Betriebs-Kita für Bedienstete des Krankenhauses St. Christophorus, die anderen vier Gruppen sind öffentlich. In der geplanten Kita werden diese beiden Bereiche räumlich getrennt sein – auch was die Außenbereiche betrifft. 

Im Vorfeld war darüber diskutiert worden, wer, in welchem Umfang für die Kosten der geplanten Betriebs-Kita, aufkommen soll. Die Diskussion zwischen Jugendhilfe und Stadt blieb allerdings ergebnislos und wurde daher vertagt. „Was wir nicht klären konnten, ist die Grundsatzfrage, was mit den Kindern auswärtiger Mitarbeiter passiert. In welchem Umfang sie in die Kita integriert werden können und aus welchem Topf ihre Betreuung subventioniert wird“, erzählte Uwe Schenk, Geschäftsführer der Jugendhilfe. 

Im März gab Schenk bekannt, dass das Bauvorhaben zunächst ohne eine Einigung mit dem Jugendamt umgesetzt werde. Er sei sich sicher, dass die Nachfrage an Kita-Plätzen vorhanden sei. Wie er gestern bei einer Besichtigung des Schwesternheims verkündete, habe sich daran bisher nichts geändert, „Die Standpunkte sind klar. Es möchte aber bisher keiner der Beteiligten einen Kompromiss eingehen, weil man nicht weiß, ob dieser am Ende notwendig sein wird“, vermutete er. 

Fraglich sei nämlich, wie groß die Nachfrage bei Mitarbeitern des Krankenhauses am Ende tatsächlich sein würde. Außerdem seien sich die Konfliktparteien bezüglich der geplanten Sonderbetreuung uneins. Das betrifft aber ebenfalls vorwiegend die auswärtigen Kinder. Theoretische Belange sind daher weiterhin offen. Alle Einzelheiten werden zu einem späteren Zeitpunkt geklärt. „Wir werden uns mit diesen Themen noch auseinandersetzen müssen. Uns ist wichtig, jetzt erstmal den nächsten Schritt zu machen“, sagte Schenk. 

Zunächst geht es am Goetheweg deswegen praktisch weiter: Seit gestern Morgen ist die Firma Robers vor Ort. „Wir schauen uns hier erst alles an und machen dann einen Plan. Etwa Ende August werden dann die Bagger vorfahren, die das Gebäude abreißen werden“, erklärte Vitus Terhörne von der Robers GmbH. Bis Mitte September sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Dann geht es an der Goethestraße mit dem Neubau der Kita weiter. 

Im Sommer 2020 soll dann alles fertig sein. Die Stiftung St. Christophorus, die den Bau durchführt und das Gebäude anschließend an die Jugendhilfe vermietet, rechnet mit Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro. -cz

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