Erdwall soll für Lärmschutz sorgen

Abriss der Fürstenhofhalle beginnt - Auch Juwel-Vordach verschwindet

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Mit der Fürstenhof-Turnhalle wird auch das Vordach am Eingang des Juwels zurückgebaut. Für Jugendliche wird eine Sitzecke auf der anderen Seite des Jugendzentrums errichtet.

Werne – Die Stadt Werne lässt seit Mittwoch die Fürstenhof-Turnhalle abreißen. Parallel dazu verschwindet auch das Vordach des Jugendzentrums Juwel. Teile der Konstruktion sollen für den Bau eines Treffs für Jugendliche auf der anderen Seite des Gebäudes verwendet werden.

Die marode Fürstenhofhalle wird bekanntlich nicht mehr benötigt. Sie war mit Fertigstellung der Zweifachhalle am Freiherr-vom-Stein Berufskolleg 2018 außer Betrieb genommen worden. Ihre einzige Funktion seither war der Lärmschutz für die Fürstenhof-Anwohner, der durch die Skateranlage an der Münsterstraße nötig ist. Einen Lärmschutz soll’s weiterhin geben – und zwarin Form eines 3,50 Meter hohen Erdwalls, der nach dem Abriss aufgeschüttet wird. 

Dieser soll sich laut Jürgen Hetberg vom Kommunalbetrieb (KBW) Werne auf einer Länge von knapp 50 Metern von der Münsterstraße über die Wiese zwischen Turnhalle und Grafenweg („Prinzipalviertel“) bis zur Garage des Juwels erstrecken. Die Breite des Walls beträgt demnach bis zu 15 Meter, rund 30 000 Kubikmeter Erdreich würden dafür angekarrt. 

Der Lärmschutz spielt auch bei der Entscheidung eine Rolle, das Juwel-Vordach zu beseitigen. Der Unterstand hatte sich zum beliebten Treffpunkt für Jugendliche entwickelt – sehr zum Ärger der Fürstenhof-Anwohner. Um einem juristischen Streit über Emissionen aus dem Wege zu gehen, hatte die Stadt bereits die Sitzgelegenheiten unterm Vordach unbrauchbar gemacht. Einen Treffpunkt soll’s aber weiterhin geben – auf der anderen Seite des Juwels. 

Bevor der Bagger die Mauern der Fürstenhof-Turnhalle einreist, wird das Gebäude entkernt. Das dauert rund zehn bis 14 Tage.

Jugendamtsleiter Maik Rolefs hatte bereits Mitte Juli angekündigt, dass die Jugendlichen intensiv in die Gestaltung einbezogen werden sollen. Die Bauarbeiten auf dem Grundstück dauern laut Hetberg je nach Wetterlage vier bis sechs Wochen. Die Turnhalle müsse zunächst entkernt werden; das dauere zehn bis 14 Tage. 

Damit dabei keine Schadstoffe in die Umwelt gelangten, würden jeweils Bereiche im Innern des Gebäudes baulich abgetrennt; sie seien dann über Schleusen zu erreichen. Alle Arbeiten werden von ein- und demselben Unternehmen verrichtet. Die Kosten beziffert die Stadt mit 155.000 Euro. Falls das Jugendamt um Hilfe beim Bau der neuen überdachten Sitzecke für Jugendliche bitte, werde man diesem Wunsch nachkommen, sagt Hetberg. 

Der KBW-Mitarbeiter sitzt neben Vertretern von Jugendamt, Jugendhilfe und Caritas in dem Arbeitskreis, der die Planungen für den neuen Jugend-Treff koordiniert. Laut Rolefs haben die künftigen Nutzer zusammen mit einer Künstlerin schon etliche Ideen zur Gestaltung entwickelt. Stand heute entstehe eine Sitzecke mit einem vier mal acht Meter großen Dach, die direkt ans Juwel angebaut wird. Mit dem Bau solle auf jeden Fall noch in diesem Jahr begonnen werden. 

Finanziell unterstützt werde das Projekt von den beiden Lions-Clubs in Werne sowie von der Volksbank Kamen-Werne.

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