Innenstadt

19 Jahre Bauarbeiten: Fußgängerzone in Werne beinahe fertig

Bis auf Kleinigkeiten ist die Sanierung der Bonenstraße abgeschlossen. Und damit weitgehend auch das Projekt Stadtkernsanierung Werne - nach 19 Jahren.
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Bis auf Kleinigkeiten ist die Sanierung der Bonenstraße abgeschlossen. Und damit weitgehend auch das Projekt Stadtkernsanierung Werne - nach 19 Jahren.

Die Bonenstraße in Werne ist nach mehrmonatiger Baustelle fertig gestellt. Damit fehlen nur noch wenige Stellen, bis die Sanierung der Fußgängerzone in Werne abgeschlossen ist - nach 19 Jahren.

Werne - Nach mehreren Monaten Baustelle in der Bonenstraße ist die Straße nun fertiggestellt und wieder freigegeben. Damit sei auch das letzte Teilstück von der Partnerschaftsuhr hin zum Kino zukunftsfähig umgestaltet worden, wie die Stadt Werne in einer Pressemitteilung schreibt. Damit fehlten nur noch der Platz vor dem Kloster sowie weitere kleinere Stellen in der Innenstadt, um das im Jahr 2002 nach dem Entwurf von Architekt Martin Rogge begonnene Großprojekt Fußgängerzonensanierung vollständig abzuschließen.

Bereits vor der Bonenstraße waren die Bereiche vom Bült über den Moormannplatz und weiter zum Konrad-Adenauer-Platz umfangreich saniert worden. Die gesamte obere Bonenstraße hat eine neue zweifarbige Pflasterung bekommen - inklusive Bänken, Neupflanzungen, die den vorhandenen Baumbestand ergänzen, und zusätzlicher Fahrradbügel.

Werne: Sitzgelegenheiten unter neuen Bäumen der Bonenstraße

„Auf den Baumumfassungen im Eingangsbereich der Fußgängerzone werden zudem weitere Sitzgelegenheiten aus Holz geschaffen. Ein technisch besonderes Highlight stellt die quasi unsichtbare Entwässerung mittels einer über die gesamte Länge der Straße verlaufenden und gerade einmal zwei Zentimeter breiten Schlitzrinne dar“, heißt es in der Mitteilung weiter. Damit die Anpflanzungen auch im heißesten Sommer ausreichend mit Wasser versorgt werde, verstecke sich unter dem Pflaster „ein ausgeklügeltes Bewässerungs- und Entlüftungssystem“.

Im Jahre 2011 war der mittlere Teil der Fußgängerzone an der Steinstraße an der Reihe. Hier in Höhe der Bäckerei Kanne.

„Nachdem in den vergangenen Wochen eine Diskussion darüber geführt worden war, ob einer der neu gepflanzten Bäume wieder ausgepflanzt werden müsse, wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung eine Einigung zugunsten des Baumes erzielt. „Die Besucher der Bonenstraße dürfen sich also darauf freuen, in ein paar Jahren ein schattiges Plätzchen unter einem Baum vor der Pizzeria La Strada zu finden“, so die Stadt weiter.

Sofern technisch möglich, seien die allermeisten Ladeneingänge barrierefrei mit Rampen gestaltet worden. Außerdem wurde der Leitstreifen für Blinde und Sehbehinderte aus farblich abgehobenen Rippenplatten auf diesem Teilstück weitergeführt. Außerdem wurden zwei neue Spielgeräte installiert. „Es hat lange gedauert, aber es hat sich gelohnt“, sagt Bürgermeister Lothar Christ. Die obere Bonenstraße lade zum Stadtbummel und Verweilen ein und sei damit auch ein wichtiger Wirtschafts-, Tourismus- und natürlich Wohlfühlfaktor für die Stadt Werne.

820.000 Euro hat die Sanierung der oberen Bonenstraße gekostet

Die Bonenstraße, die noch bis in die 1970er Jahre von Autos befahren wurde und erst mit der Stadtkernsanierung und dem Verschwinden der Hefefabrik und Kornbrennerei „Moormann“ zu einer Fußgängerzone wurde, habe sich durch die Neugestaltung weiterentwickelt und präsentiere sich jetzt mehr denn je als attraktiver Eingang in Wernes Innenstadt, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Die Kosten für die Sanierung der oberen Bonenstraße beliefen sich nach Plan auf rund 820.000 Euro, mit einem städtischen Eigenanteil von 30 Prozent. Der Rest wurde aus Mitteln der Städtebauförderung vom Land finanziert.

Der Startschuss für die Neugestaltung der oberen Bonenstraße fiel Anfang 2019 mit dem positiven Beschluss im Bauausschuss. Nach umfangreichen Planungen und Vorbereitungen sowie einer coronabedingten und vom Stadtrat getragenen Verschiebung des Baumaßnahmenbeginns hatte die Sanierung im vierten Quartal 2020 begonnen. „Eigentlich ein freudiger Anlass zum Feiern“, sagt Bürgermeister Lothar Christ mit Verweis darauf, dass aktuell leider keine Eröffnungsfeiern stattfinden können.

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