Telekom behebt Problem in Recklingsen

Wochenlange Störung: Telefon-Memory hält Bürger auf Trab

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Wieder „on air“: Die Recklingser mussten zuletzt Geduld beim Telefonieren beweisen. Wer die Nummer eines Nachbarn wählte, landete plötzlich ganz woanders.

Recklingsen – Wer in Recklingsen telefonieren möchte, musste sich seit mehreren Wochen schon in Geduld üben. Gleich mehrere Bürger berichteten über Störungen von Internet und Telefonie – teilweise sogar komplett. 

Inzwischen funktioniert das Internet wieder, wer ganz „normal“ telefonieren möchte, war lange Zeit aber vor Überraschungen nicht gefeit.

Ohne Handy ging gar nichts und das auch noch mit teilweise sehr schlechtem Empfang. Wie die Pressestelle der Telekom gestern auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, ist die Störung inzwischen behoben. Grund für die Probleme sei ein Wasserschaden an einem Hauptkabel gewesen. 

Recklingser nehmen es mit Humor 

Die Recklingser nehmen es mit sehr viel Humor. Sie hätten schon mit Nachbarn oder deren Verwandten und Freunden gesprochen, mit denen sie nicht unbedingt ständig Kontakt haben, schmunzelt eine Anwohnerin. Seit Anfang der Woche klappe es zumindest mit dem Internet, aber das Telefon hatte bis Dienstagmittag jede Menge Überraschungen parat. Der eigene Anschluss sei lange tot, Anrufe nach „draußen“ klappen nicht. Dafür habe man zwischenzeitlich wie auch immer die Nummer eines Nachbarn bekommen, scheint es ein richtiges Durcheinander gegeben zu haben. 

Am Montag freute man sich nämlich nach drei ausgesprochen ruhigen Wochen, dass das Telefon überhaupt wieder klingelte. Am anderen Ende der Leitung war die Überraschung allerdings groß, dass nicht der gedachte Gesprächspartner antwortete. Mit der Zeit stellten die Recklingser fest, dass das nicht ein Einzelfall war, sondern dass es scheinbar ein großes „Telefonanschluss-Memory“ gegeben haben musste. Über eine WhatsApp-Gruppe fanden sich die Bürger wieder zusammen. Nach und nach fanden sie außerdem dann auch noch heraus, wer denn nun unter welcher Telefonnummer zu erreichen war. 

Die Begründung für dieses kuriose Wirrwarr: Bei Spleißarbeiten in der Baugrube seien die Kabel nachher von den Mitarbeitern einfach falsch zusammengesetzt worden. Dieser Fehler soll noch am Mittwoch behoben werden.

Probleme mit dem Netz gab es kürzlich auch in Echtrop

Nun wurde im vergangenen Jahr Breitband zwischen Welver und Recklingsen gelegt. Auf Nachfrage bei Westnetz war zu erfahren, dass die Störungen, eine wurde auch aus dem Ortsteil Berwicke gemeldet, allerdings wohl die Telekom betreffen. 

Diese meldete inzwischen die Behebung des Problems, das durch einen Wasserschaden verursacht worden sei. Die Störung zu beseitigen sei sehr aufwändig und es seien vorbereitende Maßnahmen erforderlich gewesen. Dazu müssten die notwendigen Ressourcen (Tiefbau, Personal und Material) koordiniert werden, hieß es weiter. Um die genaue Fehlerquelle einzugrenzen, hätten Messungen vor Ort vorgenommen werden müssen. Da das Kabel unterirdisch verlegt ist, seien Tiefbauarbeiten erfolgt, um es freizulegen. Nun hätten die Techniker in der Baugrube das Kabel getauscht und die jeweiligen Endstücke miteinander verbinden können. Danach folge die Prüfung und Messung der Anschlüsse. 

Kundenservice prüft Meldungen

Nun sei der Kundenservice dabei, die Meldungen der Kunden zu überprüfen. Jetzt gehe man davon aus, das Telefonie und Internet wieder uneingeschränkt nutzbar seien. Sollte das nicht so sein, könne der Kunde die Telefonanlage oder den Router für eine Minute vom Netz nehmen und dann erneut zu starten, so lautet die Empfehlung der Telekom.

Quelle: Soester Anzeiger

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