Welvers CDU will "politischen Kulturwechsel" und eine klare Führung im Rathaus

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Fraktionschef Michael Schulte und Parteivorsitzender Matthias Droste wollen mit der CDU eine Wende einläuten.

Welver – Die Themenliste, die Welvers Politiker abzuarbeiten haben, ist nicht kürzer oder länger als anderswo. Doch ein Projekt hat man hier zusätzlich auf der Agenda: Das Miteinander. Oder genauer: Das fehlende Miteinander.

Dies endgültig abzustellen und eine Wende einzuläuten, hat sich die CDU für die Rathauswahl im September vorgenommen. „Wir müssen eine andere Art der politischen Arbeiten finden“, sagen Fraktionschef Michael Schulte und Parteivorsitzender Matthias Droste. 

Damit nicht der Eindruck entsteht, es seien die üblichen, seit Jahrzehnten gehörten Worthülsen, die da gerade abgespult werden, verweisen die beiden auf einschneidende personelle Veränderungen bei den Christdemokraten: Weder Schulte noch Droste hatten vor Jahresfrist ihre Spitzenämter inne. Sie sind gerade dabei, neue Leute bei den Wahlkreis-Kandidaten und für den „politischen Kulturwechsel“ zu rekrutieren. 

Es gebe „so viel Frust in Welver über die Politik“. Dazu zähle auch, so Droste, nicht nur die „enge Verbindung zur Bürgergemeinschaft“ zu pflegen, sondern offen auch allen anderen Parteien im Gemeinderat gegenüberzutreten. Hüben wie drüben dürfe es keine One-Man-Show mehr geben, Teamgeist und verlässliche Absprachen müssten die Arbeit prägen. 

Egal ob es um die Zukunft der Einkaufsstraße, der Honkamp-Schule, des Bahnhofs, des Raiffeisen-Geländes, der Bördehalle oder der alten Hauptschule – stets müssten verlässliche Untersuchungen und Papiere auf den Tisch, um möglichst sachgerecht und wenig emotional urteilen und entscheiden zu können. Beispiel Lehrschwimmbecken: Bevor hier weiteres Geld für Sanierung ausgegeben oder gar versenkt wird, sollte geklärt sein, ob das 60 Jahre alte Bad überhaupt noch eine sportliche wie wirtschaftliche Zukunft hat oder ein Neubau nicht womöglich die bessere Alternative sei. 

Voraussetzung dafür: „Welvers Rathaus muss dringend zu einer klaren Führung kommen“, verlangt Schulte. „So viele Leute“ auch in der Verwaltung hätten die vermisst und seien weggegangen. Die CDU traue Karl-Heinz Ricken, dem vergangene Woche vorgestellten Bürgermeister-Kandidaten aus Sassendorf, durchaus zu, Rathaus und Verwaltung wieder auf Kurs zu bringen. Die dort bisher verfolgte Politik des Sich-zu-Tode-Sparens müsse beendet werden. Der Zustand der Feuerwehrgerätehäuser zeuge von den Folgen. 

„Flickschusterei“ habe in der Vergangenheit auch den Erhalt (oder je nach Sicht) das Vernachlässigen der vielen Feldwege in der Gemeinde gekennzeichnet. Gut, dass es nun eine solide Bestandsaufnahme geben wird, danach müssten mit den Landwirten und Anrainern ordentliche Lösungen besprochen werden. Das Ganze mit einem transparenten und belastbaren Konzept und nicht auf Zuruf oder per Kumpanei, mit denen Feldwege bisher ausgebaut oder eben nicht ausgebaut worden seien.

Quelle: Soester Anzeiger

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