Gammel-Holzlager im Eilmser Wald

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Gammelndes Baumlager im Eilmser Wald: Teils ist das Holz nicht zu verkaufen, teils wird es gar nicht abgeholt.

Welver – Das Holz ist zurzeit wegen der Lage auf dem Holzmarkt ganz schlecht zu verkaufen“, erklärt Revierförster Allan Mitchell die im Freien liegenden Holzlager überwiegend im Eilmser Wald.

Anlieger hier hatten sich darüber gewundert, dass große Holzstapel von Fichten und Laubbäumen in den großen Waldgebieten der Gemeinde Welver schon länger ungeschützt herumliegen und offensichtlich langsam vor sich hin gammeln. Zwar seien große Mengen Holz schon abgefahren worden, doch die offen liegenden Restbestände erschienen als eine große Verschwendung. Bürgermeister Uwe Schumacher solle sich darum kümmern, so ein Anlieger vom Eilmser Wald. 

Wald im Privatbesitz

„Bei den Waldflächen im Eilmser Wald handelt es sich allerdings zumeist nicht um kommunalen Forst im Eigentum der Gemeinde Welver, sondern um Privatwald verschiedener Besitzer“, erklärt zu der Thematik Welvers Bauhof-Leiter Hans Wilms. Zuständig für die Forste in Welver und auch rings um die Flüchtlingsunterkunft im Eilmser Wald ist Allan Mitchell, Revierförster im Forstamt Soest-Sauerland und Ansprechpartner für den Forstbetriebsbezirk Welver.

Bäume ein Opfer von Friederike

Er erläutert, dass es sich bei den im Wald liegenden Stämmen überwiegend um Bruch handelt, der vom Sturmtief Friederike im Januar 2018 verursacht wurde. Da der Sturm landauf landab große Waldflächen niedergeworfen habe, sei soviel Holz gefallen, dass es zunächst Probleme gab, die Mengen überhaupt zu bergen und zu verarbeiten und erst recht, die Holzmengen zu vermarkten. 

Auch bereits registrierte Stämme lagern seit Monaten.

Allan Mitchell stellt fest, dass eine Menge Holz schon abtransportiert worden sei, es gelinge aber zurzeit nicht, alle Stämme zu veräußern.

Nicht mal der Transport rechnet sich

Teilweise seien die Preise sogar so niedrig, dass selbst das bereits verkaufte Holz von den Käufern nicht abtransportiert und in die Sägewerke gefahren werde, weil es sich anscheinend nicht lohne. Auf die Frage, ob interessierte Bürger solches Holz erwerben und selber „ernten“ könnten, erklärt Allan Mitchell, dass er das für eine gute Möglichkeit hält, die vereinzelt auch schon genutzt worden sei. Bedingung für eine Holzverarbeitung mit Kettensägen sei allerdings der „Motorsägeschein“. 

Nicht ohne Motorsägeschein

Ohne einen solchen Nachweis der Kenntnisse im Umgang mit den gefährlichen Geräten und ohne entsprechende Schutzkleidung sei eine Arbeit in den Forsten nicht zu verantworten, da die Waldbesitzer bei Unfällen in Haftung genommen werden könnten. Kontakt 

Kontakt zum Revierförster

Wer jetzt in Welvers Wäldern Holz von Poltern ernten möchte, wendet sich an Revierförster Allan Mitchell, mobil 01715872366.

Quelle: Soester Anzeiger

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