Kandidaten-Check

Welvers Bürgermeister-Kandidaten sind sich einig: Aus der Ortsmitte lässt sich was Gutes machen

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Schön grün, aber (weniger) schön zugeparkt: Welvers Mitte in der Marktstraße.

Welver – Bei der Frage nach der Schulpolitik taten sich große Unterschiede auf. Heute bei unserer Frage nach der Zukunft von Welvers Ortskern zwischen Markt und Post haben Uwe Schumacher, Camillo Garzen, Karl-Heinz-Ricken und Thorsten Teimann doch auffallend ähnliche Vorstellungen.

Und trotzdem lohnt sich auch hier der genaue Blick und das Nachlesen, um unterschiedliche Akzentuierungen zu erfahren. Wie stellen Sie sich den idealen Ortsmittelpunkt in Welver (Bahnhof, Markt, Einkaufsmeile) vor, und wie lautet Ihr „Rezept“, um das möglichst bald umsetzen zu können? Diese Frage hatte die Anzeiger-Redaktion allen vier Kandidaten gestellt. 

Denn der Ortskern verträgt durchaus an ordentliches Update. Das fängt schon an der Bahnlinie an, die einen neuen Durchstich für Fußgänger und Radfahrer erhalten soll, und endet bei der Frage, soll die Marktstraße mal zur reinen Flaniermeile werden oder sollen hier weiterhin Kunden, Anlieger und Zulieferer durchrollen.

Camillo Garzen, SPD- / Grünen- / FDP-Kandidat:

Als Bürgermeister ist für mich der ideale Ortsmittelpunkt so gestaltet, dass sich dort die Bürgerinnen und Bürger, die Anwohner und die Gewerbetreibenden mit ihren Ideen, Wünschen und Anregungen wiederfinden können. Um dies zu erreichen, werde ich zeitnah nach meiner Wahl zu entsprechenden Bürgerversammlungen und Werkstattgespräche einladen. Jeder kann sich somit an der Gestaltung unseres Ortsmittelpunkts beteiligen. Der Projektverlauf wird für alle transparent gestaltet. Die für die schnelle Umsetzung benötigten Finanzmittel werden von mir zeitnah bereitgestellt. Das ist für mich Bürgernähe.

Thorsten Teimann, unabhängiger Kandidat:

Durch Welvers neues Zentrum führt eine begrünte Einbahnstraße mit ausreichend Ruhezonen. Ein neu gestalteter Markt mit Bänken und mehr Fahrradabstellplätzen vor dem Rathaus sowie das – trotz Versorgungsleitungen – mgestaltete „Filetstück“ rahmen eine belebte Einkaufsmeile ein. Den Leitfaden mit entsprechenden Fördermitteln gibt das Entwicklungskonzept ISEK vor. Vor allem aber muss Leben in die Straße. Die Bürgerinnen und Bürger nehmen Aktionstage und Märkte an. Die gilt es vermehrt anzubieten. Durch die gute Resonanz steigt die Attraktivität des Zentrums und lockt so weiteres Gewerbe an.

Karl-Heinz Ricken, CDU- / BG-Kandidat:

Die an den Bahnhaltepunkt südlich angrenzenden Flächen sollten so gestaltet werden, dass eine einladende Führung in Richtung der Straße „Am Markt“ erfolgt. Hier muss die Aufenthaltsqualität durch gemütliche Sitzgruppen, Orten der Begegnung wie etwa einem Fontänenfeld für die Kleinen an heißen Sommertagen, Außengastronomie und einer entsprechenden Verkehrsführung mit zusätzlichen Parkbuchten erhöht werden. Die Beseitigung der Knierim-Hügel ist auch dringend notwendig. Bei der Umsetzung müssen schnellstmöglich alle Betroffenen beteiligt und entsprechende Städtebaufördermittel beantragt werden.

Uwe Schumacher, unabhängiger Kandidat:

Ausgehend von einem modernen und offenen Bahnhofsvorplatz und einem barrierefreien Zugang zum Bahnhof ist das Raiffeisenglände als Wohnquartier weiterentwickelt. Bahnhofsvorplatz und Raiffeisengelände sind planerisch mit der Einkaufsstraße „Am Markt“ verbunden. Der Marktplatz und die Straße Am Markt werden durch bauliche Umgestaltung, mehr Begleitgrün und veränderte Verkehrsführung optimiert. So lädt die Straße „Am Markt“ zum Einkaufen und Verweilen ein. Die Grundschule hat sich zu einem Schulquartier entwickelt. Schule, Kultur und Bildung sind fest im Zentrum manifestiert. Man spricht von Welvers „Neuen Mitte“.

Quelle: Soester Anzeiger

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