Welveraner holen seit 40 Jahren Christbäume ab, um in Brasilien zu helfen

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Sie können klettern und sind rüttelfest: Die Welveraner Tannenbaum-Einsammler in Aktion.

Welver – Hugo hat den Plan, bei Harry gibt’s Brötchen, und Organist Matthias kann nicht nur Orgel spielen, sondern auch Trecker fahren. Wer bei der  Tannenbaumaktion der Kolpingsfamilie mitwirkt, muss nicht nur klettern können und rüttelfest sein, wegen der Schaukelei auf dem Hänger, sondern hat auch eine Menge Spaß.

Bereits zum 40. Mal machten sich die vier Trecker-Gespanne samt Besatzung auf, im Ortskern und in Meyerich die Weihnachtsbäume einzusammeln und Spenden dafür entgegenzunehmen. 

Begonnen hatte alles, so erzählt der langjährige Mitstreiter Dieter Mause, inzwischen im wohlverdienten Ruhestand, mit einem Seminar des Kolpingwerks am Buß- und Bettag 1979 auf der Burg Oberwesel. „Heinz Ackermann, Arnold Schwirtzek, Josef Quante und ich waren dort und erfuhren so vom Engagement des Kolpingwerkes in Brasilien“, erinnert sich Mause. 

Er habe seinerzeit die Idee gehabt, durch eine Tannenbaumaktion in Welver Geld für die Patenschaften, die für 125 D-Mark übernommen werden konnten, zusammenzutragen. „Alle waren begeistert, und die Aktion kam auch bei der Bevölkerung gut an“, so Mause weiter. Die Bäume wurden, mit Namen versehen, an die Straße gestellt, und das Helferteam kam zum Kassieren. 

„Die ausrangierten Bäume haben wir die ersten Jahre noch im Straßengraben verbrannt, das ist heute nicht mehr denkbar.“ Inzwischen kümmert sich schon seit vielen Jahren der Bauhof der Gemeinde Welver um die fachgerechte Entsorgung. Das eingesammelte Spendengeld, in diesem Jahr 1 660 Euro, von den Kolpianern aufgestockt auf 1 750 Euro, geht bis heute immer noch an den Förderkreis Brasilien zu Padre Paolo Link. 

Seine Schwester Gertud Baumgarten lebt in Fulda und ist Vorsitzende dieses Förderkreises, der sich Hilfe zur Selbsthilfe auf die Fahnen geschrieben hat und verschiedenste Projekte rund um Bildung, Kinderbetreuung und Hausbau fördert, zugleich die Menschen vor Ort mit Kleidung, Lebensmitteln, Medikamenten und Schulmaterial versorgt, und damit deren Lebensqualität deutlich verbessert.

Quelle: Soester Anzeiger

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