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Welver plant „Tanz in den Mai“ und Sattelfest

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Von: Dirk Wilms

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Das Sattelfest soll nach zwei Jahren Pause 2022 wieder stattfinden.
Das Sattelfest soll nach zwei Jahren Pause 2022 wieder stattfinden. © Freie Mitarbeiter

Einen bunten Strauß an Vorhaben stellte Alicia Sommer in ihrer Funktion als Wirtschaftsförderin der Gemeinde Welver im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz vor. Dabei gab sie ihrer Hoffnung Ausdruck, dass Corona nicht erneut bei vielen Vorhaben den Planern einen Strich durch die Rechnung macht und nach zwei Jahren weitgehender Zwangspause das öffentliche Leben in 2022 einen Wiederaufschwung erlebt.

Welver - Sollte im Laufe des frühen Frühjahrs die Pandemie abebben, soll am Abend des 30. April, erstmals wieder seit 2019 der „Tanz in den Mai“ stattfinden. Ort des Geschehens wäre der Marktplatz. Ebenfalls im Frühjahr ist das Anradeln geplant, in dessen Rahmen die neue Radroute namens „Quer.Feld.Land“ vorgestellt werden soll. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen geschehen, die sich unter dem Motto „Zusammen Heimat Zukunft geben“ zur Leader-Region „Börde trifft Ruhr“ zusammengeschlossen haben. Neben Welver sind dies Werl, Wickede, Ense und Fröndenberg.

Das Fahrrad steht auch im Mittelpunkt des Sattelfestes, das nach zwei Jahren am 24. Juli stattfinden soll. Wie bis 2019 wird an diesem Sonntag wieder eine Strecke für Radfahrer reserviert, die von Soest nach Hamm führt und durch mehrere Welveraner Dörfer verläuft. In den vergangenen Jahren waren dies Borgeln, Fahnen, Klotingen, Flerke, der Zentralort und Dorfwelver.

Kräftig in die Pedalen getreten werden soll auch beim sogenannten „Stadtradeln“. Daran will sich Welver in diesem Jahr erstmals beteiligen. Dabei geht es den Initiatoren darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob die Teilnehmer bereits jeden Tag mit dem Fahrrad unterwegs ist oder bisher eher selten. Jeder Kilometer zählt; erst recht, wenn die Teilnehmern ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätten. Genauere Planungen will Alicia Sommer noch vorstellen.

Eine Neuauflage soll der Weihnachtsmarkt erfahren, der im vergangenen Winter von der Gemeinde auf dem Marktplatz durchgeführt worden war. Vor Corona hatte die Kyffhäuser-Kameradschaft den Weihnachtsmarkt im romantischen Ambiente von Kirchwelver im Schatten der beiden Kirchtürme organisiert. „Wir müssen noch klären, in welchem Rahmen es in diesem Jahr möglich sein wird“, ließ Sommer offen, ob eine Rückkehr nach Kirchwelver denkbar ist.

Weitere Aktionen in der Adventszeit plant sie in Kooperation mit dem Gewerbeverein. In Sachen Gewerbe ist Sommer auch gefordert, wenn es um Werbung für den darbenden Wochenmarkt und dessen angestrebte Erweiterung geht. Das gilt auch für das Leerstandsmanagement, wo Sommer im Auftrag der Gemeinde Hilfestellung anbieten soll, um die leeren Geschäftsräume mit Leben zu füllen.

Sie plant zudem Unterstützung für die heimische Wirtschaft in Form weiterer Digitalisierungs-Workshops. Die Premiere in Zusammenarbeit mit dem Digitalen Zentrum Mittelstand war im Spätherbst erfolgt. Der Wirtschaft soll des Weiteren eine Beratung für Existenzgründer zugutekommen.

Ein weiteres Projekt, dessen Umsetzung sich die Wirtschaftsförderin vorgenommen hat, ist ein Förderangebot des Landes. Mit dem Bildungsscheck NRW unterstützt das Land die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung. Das Förderangebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Betriebe, Beschäftigte, Berufsrückkehrende und Selbstständige.

Auch strebt Sommer die Zertifizierung der Gemeinde als familienfreundlich an, will eine Ausbildungswoche initiieren und der „Börde-Ruhr-Karte“ Leben einhauchen. Dieses Angebot stößt bislang auf wenig Resonanz. Daher ist – wie auch in den Nachbarkommunen aus der Leader-Region – geplant, die Karte bei Geburtstagen von Beschäftigten der Verwaltung als Geschenk unter die Leute zu bringen.

Schließlich hat sich Alicia Sommer vorgenommen, den Internet-Auftritt der Gemeinde inklusive Gemeindeportal zu erneuern. Analog ist eher das Vorhaben, eine Broschüre für die Gemeinde Welver aufzulegen; ein Flyer, der auch Gästen die Vorzüge der Niederbörde vor Augen führen soll.

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