Schild sorgt für Verkehrschaos

Welver: Luisenstraße wird zur Krisenstraße

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Die Luisenstraße ist ab dem Kreisverkehr gesperrt. Dieses Schild weist die Fahrer, die aus der Birkenstraße kommen, noch einmal auf das Durchfahrtsverbot hin.

Welver – Bauarbeiten ziehen oft auch Beeinträchtigungen im Straßenverkehr nach sich – nicht anders im Bereich des neuen Wohngebiets „Alte Gärtnerei“ im Zentralort Welver: Dort ist zurzeit die Luisenstraße gesperrt. 

Aus Richtung Rathaus kommend gelangt man nur bis Blumen Hagedorn, von der anderen Seite ist die Straße ganz gesperrt. Eingerichtet wurde die Sperrung bereits nach dem Sattelfest am 19. Juli, gelten sollte sie ursprünglich bis Freitag kommender Woche.

Daran haben offenbar einige Anwohner zu knapsen: „In der Luisenstraße selber passiert wenig, lediglich im Wohngebiet wird gearbeitet“, moniert Anzeiger-Leser Helmut Rebbe. Sein Hauptproblem: „Für Fahrer aus Illingen und Süddinker wurde eine Umleitung ausgeschildert, aber das Schild ist viel zu klein. Selbst als Autofahrer muss man aussteigen, um es lesen zu können.“

Lastwagen-Fahrer würden daran vorbei fahren, notgedrungen in die Hermann-Löns-Straße abbiegen, „und wenn da mal einer etwas unglücklich parkt, dann kommt der da nicht raus, bevor das Auto weggefahren wurde. Neulich hat es mal eine halbe Stunde gedauert, bis der Fahrer ermittelt wurde“, schildert Rebbe. 

Die Firma, die für die Erschließung des Wohngebietes zuständig ist, hatte die Sperrung beim Kreis beantragt und bewilligt bekommen und musste selber für die Beschilderung sorgen. Dem kam sie zwar nach – der laminierte Zusatz ist jedoch in der Tat im Vorbeifahren kaum zu entziffern. 

Nicht das Umleitungsschild selbst, sondern die Ergänzung im A4-Format darunter stört Helmut Rebbe. Der Kreis Soest schafft jetzt Abhilfe.

Dass aktuell in der Straße selber wenig geschehe, sei nachvollziehbar, so Gemeinde-Sprecher Detlev Westphal: „Vorrangig behandelt wird das eigentliche Wohngebiet. Solange die acht Grundstücke nicht erschlossen sind, kann hier keine Baugenehmigung erteilt werden.“ Die Hauptleitungen, an die die Parzellen angeschlossen werden, liegen allesamt in der Luisenstraße. 

Der Kreis, der sich auf unsere Nachfrage hin die Situation noch einmal angesehen hat, meint dazu: „Die Straße ist derzeit zum Teil nicht asphaltiert und die gesetzlich vorgeschriebene Mindestbreite ist nicht gegeben, sodass die Straße für den Verkehr auch nicht teilweise freigegeben werden kann“, so Thorsten Dietscheidt, Leiter des Sachgebiets Straßenbau. Was einzelne Autofahrer leider nicht davon abhalte, verbotenerweise durch die Straße zu fahren, wie Dietscheidts Mitarbeiter gestern feststellen mussten. 

Baustelle bis Montag

Zwar gingen weder beim Kreis noch beim Ordnungsamt der Gemeinde Beschwerden ein. Aktiv wurden die Behörden dennoch: Der Kreis erweitert die Baustelle um zwei weitere Schilder. Und das, obwohl die Sperrung kürzer ausfallen wird als beantragt: Bereits am Montag, also vier Tage früher, könne sie aufgehoben werden, signalisierte die Baufirma gegenüber Dietscheidt.

Quelle: Soester Anzeiger

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