Alle wollen neue Schule

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Bekommt die Hauptschule einen Nachfolger?

Welver – Überraschende Wende bei der Schulpolitik in der Gemeinde Welver. Im Ausschuss für Generation, Bildung, Kultur und Soziales sprach sich auch die Cdu für den Einstieg in die Planung einer neuen weiterführenden Schule aus. Basis dafür ist der Anstieg der Kinderzahlen in der Gemeinde.

Ein Fachbüro soll als Dienstleister jetzt in einem ersten Modul jetzt die Grundlagen ermitteln, damit Politik und Verwaltung erkennen können, ob eine erwünschte Sekundarschule realistisch umsetzbar ist. Beigeordneter Camillo Garzen brachte den Stein ins rollen, als er feststellte, dass die Kinderzahlen sich in Welver nach oben entwickelt haben.

OGS hat 20 Schüler mehr

 Er schlug vor, einen externen Dienstleister zu beauftragen. Der soll in einem ersten Modul, die Zahlen, Fakten und die gesamten Bildungseinrichtungen in den Blick nehmen, um eine verlässliche Basis für die weitere Planung zu schaffen. Dieses Geld könne die Gemeinde trotz der angespannten Haushaltslage in die Hand nehmen, zumal Dringlichkeit insofern geboten sei, weil die Offene Ganztagsschule aktuell 20 Anmeldungen mehr verzeichne, als zuvor angenommen. Hier müsse also zeitnah etwas passieren. Ziel der Gemeinde solle es dann sein, ein Gesamtkonstrukt für die Zukunft der Schullandschaft zu finden. Für ein Schulentwicklungskonzept könnten dann je nach Bedarf weitere Module aus dem Angebot der Experten in Anspruch genommen werden. 

Politiker für Dienstleister

Monika Korn (FDP) stimmte dem Vorschlag zu. Die Entwicklung müsse ab frühestmöglichem Zeitpunkt genau beobachtet werden. Da sei ein Dienstleister gut geeignet. Tim-Fabian Römer (BG) vermisste entsprechende Zahlen, um die Sache zu beurteilen. Udo Stehling (SPD) nannte es wichtig, die Attraktivität Welvers insbesondere für junge Familien durch eine weiterführende Schule zu steigern. Einen Dienstleister befürwortete er, die Sache müsse jetzt „im Fluss bleiben“. Dem stimmte auch Kai Philipper (Welver 21) zu. Man solle mit dem Dienstleister agieren, um voranzukommen, um zu sehen, ab eine Sekundarschule genehmigungsfähig sei. Johannes Kimmel-Groß wollte nicht so sehr an die Zahlen glauben, sondern dem Wunsch der Bürger folgen. 

Weiterführende Schule wird vermisst

Die Welveraner vermissten eine weiterführende Schule. Andreas Braun (CDU) verkündete unerwartet eine neue Ansicht der CDU-Fraktion. Man werde die Entwicklung positiv mitbegleiten, kündigte er an. Camillo Garzen regte einen entsprechenden Beschluss an. Jetzt müssten erst einmal die Hausaufgaben erledigt werden, stellte er fest. Wenn das zu einem positiven Ergebnis führte, könne man das Wagnis eingehen. Dazu seien dann wohl aber auch Koopertionspartner nötig. Monika Korn stimmte ihm zu. Welver solle jetzt nach vorne schauen und wenn machbar, was neues wagen. Tim-Fabian Römer fragte sich noch, wo denn eine neue Schule eingerichtet werden solle. Für Jürgen Scholz von der Verwaltung war aber der erste Schritt wichtiger. „Wir sollten jetzt einfach anfangen“, begeisterte er die Politiker. Ausschuss-Vorsitzender Rolf Wagener fackelte nicht lange und führte einen einstimmigen Beschluss herbei. Demnach kann es jetzt erst einmal losgehen.

Quelle: Soester Anzeiger

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