Eschen am Landwehrkamp sollen Gehweg weichen

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Welver – Die Anwohner im Neubaugebiet „Landwehrkamp“ in Meyerich sind verärgert. Drei Eschen am Regenrückhaltebecken sollen gefällt werden, weil ein nach ihrer Meinung völlig überflüssiger Gehweg dort errichtet werden soll.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Werler Straße verläuft der kombinierte Geh-/Radweg nach Scheidingen, der durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist. Bei den Anwohnern formiert sich nun Widerstand gegen das geplante Abholzen des Baumbestands, die alten Bäume sollen nicht einem ihrer Meinung nach überflüssigem Gehweg zum Opfer fallen. 

Strittig ist dabei jedoch nur das letzte Stück des Fußwegs, das von der Einmündung „Brink“ ortsauswärts linksseitig entlang der Werler Straße und ein kurzes Stück bis zur Einmündung des Fußwegs „Auf dem Bült“ in den Landwehrkamp Richtung Flerke hineinläuft. 

Hier stehen drei Eschen, die sich vor langen Jahren einmal vermutlich selbst ausgesät haben und nun eine stattliche Höhe erreicht haben. Hans Wilms, Leiter des Bauhofs in Welver, bestätigt, dass diese Bäume bis Anfang März gefällt werden sollen. „Wenn dort der Gehweg entsteht muss im Bereich des Wurzelwerks der Bäume der Boden ausgekoffert und Kies verdichtet werden, um dem Pflaster die notwendige Stabilität zu geben. Das würden die Bäume nicht überleben.“

Wilms plant aber bereits Ersatzpflanzungen im Bereich des Regenrückhaltebeckens, fünf Bäume sollen dort neu gepflanzt werden. Von den Anwohnern des Neubaugebiets wird eine Notwendigkeit für den Gehweg in diesem Bereich angezweifelt. „Gerade das betroffene Gebiet am Rückhaltebeckens ist bequem und vor allem sicherer an der anderen Seite des Rückhaltebeckens durch den Fußweg „Im Bült“ und anschließend durch den „Brink“ wieder zurück auf die Werler Straße zu erreichen“ argumentieren Alexandra Becker, Sabine Wilms und Daniela Herrmann-Rode. „Wir brauchen hier Übergänge mit Querungshilfen über die Werler Straße, aber keinen Gehweg“ sind sie überzeugt. 

Detlev Westphal, Pressesprecher und Wirtschaftsförderer der Gemeinde Welver kann zwar das Anliegen der Anwohner verstehen, ist dennoch von der Notwendigkeit und der Rechtmäßigkeit der Baumaßnahme überzeugt. „Im Zuge der Planung sind der Baulastträger, der Kreis Soest und der Landesbetrieb Straßen NRW beteiligt worden. Hier gibt es ein Gutachten über den Zustand der Bäume. Darin heißt es: Es handelt sich um sehr verzwieselte Eschen an der Grundstücksgrenze mit entsprechendem Gefährdungspotenzial“.

Auch in der Stellungnahme der Naturschutzbehörde werden keine Bedenken gegen eine Fällung der Bäume erhoben, wenn 5 neue heimische Hochstämme wieder angepflanzt werden

Quelle: Soester Anzeiger

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