Welver-Einecke

Schon wieder Regenbogenflaggen gestohlen - Bürger bekunden Solidarität

„Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagen die Einecker.
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„Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagen die Einecker.

Eine Solidaritätsaktion besonderer Art veranstaltete jetzt der Schützenverein Einecke.

Welver-Einecke - Nachdem unlängst der im Dorf ansässige Tierarzt Frank Nordhaus Ziel von Vandalismus geworden war, versammelte sich nun eine große Schar von Eineckern auf dem Schützenplatz, um ihre Solidarität mit dem Betroffenen zu bekunden.

Er hatte eine Regenbogenflagge an seiner Praxis gehisst. Sie wurde ihm gestohlen, die Täter beschmierten zugleich seine Hauswand. Sven Kranepuhl, Vorsitzender der Schützen, hatte die Dorfgemeinschaft aufgerufen, ihre Verbundenheit auszudrücken.

Regenbogenflagge gestohlen: Tierarzt gerührt

„Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir als Dorf zusammenhalten und offen sind für alle. Wir wollen zeigen, dass nicht nur Frank Nordhaus so denkt“, erläutern Kranepuhl und sein Vize Ulf Hesse.

Mit der Aktion einhergeht, dass viele Einecker inzwischen eine Regenbogenfahne gehisst haben. Zum Treffen auf dem Schützenplatz, an dem auch Bürgermeister Camillo Garzen und Ortsvorsteher Tim-Fabian Römer teilnahmen, brachten einige Bürger auch die bunten Flaggen mit. Frank Nordhaus zeigte sich angesichts des überwältigenden Rückhalts gerührt.

In der Nacht zu Sonntag allerdings wurden Nordhaus und einigen Nachbarn erneut Regenbogenflaggen gestohlen. „Es wurden hohe Fahnenmasten geklaut“, ist Nordhaus über die kriminelle Energie gegen dieses Zeichen der Toleranz entsetzt. An seinem Haus wurde beim Diebstahl auch die verschraubte Halterung an der Wand verbogen. 

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