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Welpen halten Familie in Borgeln auf Trab

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Von: Sandra Goerdt-Heegt

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Heike Külpmann und Ehemann Sven sowie Sohn Phil und seine Freundin Chantalle haben zwar viel Arbeit mit den Hunden. „Aber die vielen schönen Momente samt all der Knuddel-Einheiten machen das jeden Tag sofort wieder wett“, so Heike Külpmann.
Heike Külpmann und Ehemann Sven sowie Sohn Phil und seine Freundin Chantalle haben zwar viel Arbeit mit den Hunden. „Aber die vielen schönen Momente samt all der Knuddel-Einheiten machen das jeden Tag sofort wieder wett“, so Heike Külpmann. © Goerdt-Heegt, Sandra

Große Freude herrscht bei Familie Külpmann, seit am 12. Juni sechs Hundewelpen das Licht der Welt erblickt haben. „Natürlich bedeutet so ein Wurf auch eine Menge Arbeit für uns und unseren Sohn“, sagt Heike Külpmann, „aber die vielen schönen Momente, samt all der Knuddel-Einheiten machen das jeden Tag sofort wieder wett.“

Borgeln - Und auch wenn die fünf Rüden und eine Hündin die auf die klangvollen Namen Evo, Ebbe, Eik, Erie, Erikson und Enya hören, noch ganz viel Zeit zum Spielen und Herumtollen haben, gibt es für die zukünftigen Therapie- und Assistenzhunde täglich auf dem „Abenteuerspielplatz Welpe“ etwas Neues zum Staunen und Entdecken. „Die Prägung startet sofort, sie sollen ganz viel Kennenlernen und auch mit neuen Dingen stressfrei umgehen können.“ Dass dieses bereits gut gelingt, und die Prägung auf die Menschen schon jetzt stressfrei funktioniert, merkt jeder sofort, der dem munteren Sextett schon jetzt näherkommen darf.

„Unsere Colli-Mama Dayla von der Arche ist aber auch wirklich eine ganz tolle Mutter, die sehr gut auf ihre Kleinen achtet“, sagt Külpmann. Dayla ist ebenso wie der Welpenvater Aaron ausgebildete Therapiehündin. Kein Wunder also, dass auch Tochter Enya zur Therapiehündin werden soll.

Fünf der sechs Welpen sind schon wieder „in festen Händen“, Ero, Erie und Erikson verlassen die Familie als spätere Assistenz-Hunde. Ausbildung und Training der Hunde übernimmt ebenfalls Heike Külpmann bis die drei als Rollstuhlbegleiter und Helfer im Alltag fit sind oder schlicht als Familienhund für psychische Motivation sorgen. Ob Kinderwagen oder Rollator, Rollstuhl oder Kinderlaufrad, diese Hunde sollen von der Kindheit bis ins Seniorenalter alles kennenlernen, die Ruhe bewahren und es gewöhnt sein, sich auch auf neue Situationen gut einstellen können.

„Für meine Hunde ist es wichtig, dass sie eine Aufgabe haben und arbeiten können.“ Collies, erklärt sie weiter, „sind Arbeitshunde, es wäre für sie sehr schade, wenn sie nichts dergleichen tun könnten und nur auf ihr Herrchen oder Frauchen warten müssten.“

Heike Külpmann ist zusätzlich zu ihren Aufgaben als Ausbilderin für Therapiehunde noch 2. Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands für Therapie- und Begleithunde, Richterin und betreut die Geschäftsstelle des deutschlandweit agierenden Verbandes.

Für die ausgebildete Diplom-Sozialarbeiterin war eines immer klar: „Ich wollte unbedingt mit Menschen und Tieren arbeiten, und wie ginge das besser, als mit dem, was ich heute tue.“

Ihren diesjährigen Sommerurlaub mussten die Külpmanns übrigens wegen der Geburt der Welpen streichen. „Einer von uns hat seit dem 12. Juni immer in der Küche auf der Pritsche bei den Hunden geschlafen. Wir sind natürlich alle froh, dass das jetzt nicht mehr nötig ist.“

Wenn Mitte August die ersten Welpen Haus und Garten in Borgeln verlassen und zu ihren neuen Familien wechseln, wird es den Külpmanns ganz sicher ein bisschen mulmig werden. „Aber einerseits kennen wir das ja schon und außerdem sind wir sicher, dass sie bei ihren neuen Herzensmenschen bestens aufgehoben sind.“ Und das hat für alle Familienmitglieder Priorität.

Die Eheleute Külpmann züchten bereits seit 25 Jahren Collies. Der aktuelle Wurf ist der E-Wurf, weshalb der komplette Nachwuchs auf einen Namen hört, der mit dem Buchstaben E beginnt. Ob in fünf Jahren noch gemeinsam im Familienverbund nach Namen mit dem Buchstaben „F“ gesucht wird, das steht aktuell noch in den Sternen.

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