Nachbarn: Schul-Kooperation nicht geplant

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Vorläufig wird es keine Sekundarschule als Ersatz für die ehemalige Hauptschule in Welver geben.

Welver – „Eine Kooperation in Sachen weiterführende Schule ist derzeit in den von der Verwaltung angefragten Nachbarkommunen der Gemeinde Welver nicht beabsichtigt“, diese Nachricht verbreitete Bürgermeister Uwe Schumacher in der vorigen Sitzung des Rates.

Auf Anfragen der Verwaltung hätten sich Werl, Soest, Lippetal und Bad Sassendorf nach einiger Bedenkzeit negativ zu einer schulischen Zusammenarbeit geäußert. „Damit ist das Kapitel vorerst geschlossen“, so Schumacher vor den Ratsmitgliedern. 

Unterschiedliche Meinungen der Politiker

Die Meinung in den Parteien war bisher differenziert, die Mehrheit der Politiker wollte bisher in der Gemeinde erneut eine weiterführende Schule einrichten, nachdem die Hauptschule 2015 geschlossen worden war. Lediglich Fraktionschef Wolfgang Daube (CDU) hatte sich deutlich negativ zu den Plänen geäußert, eine neue weiterführende Schule in Welver zu etablieren. Seine Begründung war überwiegend, dass die Schülerzahlen in Welver dafür nicht ausreichten. 

Nicht genügend Schüler bleiben in Welver

Bei rund 100 Kindern pro Jahr, die in Welver von den 4. Klassen der Grundschlen abgingen, sei davon auszugehen, dass viele zu Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen wechselten, da blieben nicht genug, um eine Sekundarschule in Welver erfolgreich und Fächer-umfassend zu betreiben. Eine von der Gemeinde beauftragte Studie zur Schüler-Situation hatte diese Ansicht eher bestätigt.

Sekundarschule nur mit Partner möglich

Fazit der Untersuchung war gewesen, dass eine weiterführende Schule in Welver nur dann empfohlen werden könne, wenn es eine Kooperation mit umliegenden Einrichtungen gebe. Laut Bürgermeister Uwe Schumacher kann eine solche Zusammenarbeit mit einer Nachbarkommune zurzeit nicht organisiert werden. Bleibt abzuwarten, wie sich die Politiker positionieren, die für Welver bislang eine weiterführende Schule gewünscht haben. 

Einige Projekte mit hohen Kosten

Bei den kürzlichen Haushaltsberatungen hatte sich bereits gezeigt, dass die Gemeinde in Sachen Verkehrsberuhigter Zone mit Marktplatz, Schulquartier rund um die Grundschule und die OGS, Lehrschwimmbecken, Bördehalle, Turnhalle und Flüchtlingsunterkünfte wie Eilmser Wald und Hauptschule sowie Kunstrasenplätze und schließlich noch Modernisierung der Feuerwehrgerätehäuser in Borgeln, Schwefe und Vellinghausen erhebliche finanzielle Mittel aufbringen muss. 

Bisher noch nicht kommentiert

Es wurden ja sogar schon Stimmen laut, die befürchteten, das Welver kurz nachdem verlassen des Stärkungspaktes wieder in ein Haushaltssicherungskonzept hineinzugeraten drohe. Daher kommen die Absagen aus der Nachbarschaft der Gemeinde Welver vielleicht gar nicht so ungelegen. Die Mitteilung des Bürgermeisters wurde im Rat zunächst noch nicht kommentiert.

Quelle: Soester Anzeiger

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