Baustelle

Erster Abschnitt der Straßenerneuerung am Soestweg in Schwefe abgeschlossen

Vor der Gaststätte Hillefeld in Schwefe schlägt der Soestweg künftig einen großen Bogen.
+
Vor der Gaststätte Hillefeld in Schwefe schlägt der Soestweg künftig einen großen Bogen.

„Was sind wir froh, dass die Gläser und das Geschirr in den Schränken nicht mehr klirren!“ Heinz-Wilhelm Baimann und seine Frau Manuela spazieren frohen Mutes über den neuen Soestweg in Schwefe. Als Anwohner mussten sie zwar in den vergangenen Monaten so einige Einschränkungen hinnehmen, umso größer ist jetzt die Erleichterung.

Welver - „Wir haben 1996 hier gebaut. Wir hätten nicht gedacht, dass wir überhaupt mal erleben, dass die Straße ausgebaut wird“, erinnert der Schwefer Poalbürger daran, dass über den schlechten Zustand der Hauptstraße seit Jahrzehnten diskutiert wurde. „Wenn die Trecker über den Soestweg fuhren oder vor allem die Lkw, dann schepperte es bei uns gewaltig“, wissen die Baimanns aus leidvoller Erfahrung.

Die Straße war in einem so erbärmlichen Zustand, dass es rumpelte und pumpelte in den anliegenden Häusern. „Vor unserem Elternhaus gegenüber hat sich ein Autofahrer mal die Ölwanne aufgerissen“, plaudert Ehepaar Baimann aus dem Nähkästchen. Kein Wunder, war die Straße doch eine Schlaglochpiste, der Gehweg verdiente seinen Namen nicht, war eher Gelände für Crossläufe oder Mountainbike-Touren.

Davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Kurz vor Weihnachten wurde die neue Asphaltdecke gegossen, seither ist zwischen dem nordwestlichen Ortseingang aus Richtung Welver bis zur Kreuzung kurz vor der Gaststätte Hillefeld alles piccobello fertig. An der Nordseite steht den Fußgängern ein breiter Gehweg zur Verfügung. Auf der Südseite wurde der Straßengraben großzügig ausgekoffert, die Durchlässe unterhalb der Hofeinfahrten auf fachmännische Art mit dem Grünsandstein ähnlichen Material ausgemauert. Die Gemeinde wird noch Geländer installieren und sich künftig der Pflege des Grüns in den Gräben widmen.

Sollte es mal wieder viel Regen geben, fließt das Wasser von der Straße in den Vorfluter, von dort in südlicher Richtung durch die Feldflur zum Amper Bach. Nur beim Blick Richtung Nordwesten sorgen sich die Anwohner, dass bei Starkregen weiterhin vom höher liegenden Feld Schlamm auf die neue Straße gespült werden könnte.

Momentan ruhen die Arbeiten im Welveraner Ortsteil. „Die Bauarbeiter haben uns gesagt, dass sie bis Mitte Januar Betriebsruhe haben“, erwarten die Baimanns, dass es nächste Woche wieder losgeht. Nach den Restarbeiten an der Straße Richtung Welver steht der noch anspruchsvollere Teil der Arbeit in Richtung Soest an. Denn in östlicher Richtung müssen die Überquerungen der beiden Wasserläufe – Amper Bach und Blögge – erneuert werden.

Wenn die beiden Brückenbauwerke und der gesamte Soestweg gen Hattrop fertig ist, kommt zum Abschluss der Kreuzungsbereich bei Hillefeld an die Reihe. Hier münden sechs Straßen ein – der Soestweg in zwei Richtungen, der Denninghofweg Richtung Eineckerholsen, der Hohe Weg Richtung Merklingsen, die Schwefer Straße Richtung Borgeln und Zum Vulting Richtung Kirche.

Die bisher angelegten Bordsteine lassen schon erahnen, dass der Soestweg vor der Gaststätte Hillefeld einen größeren Bogen machen wird. „Wir sind mit der Gemeinde stets in gutem Kontakt“, lässt Helmut Hillefeld durchblicken, dass eine Außengastronomie in diesem Bereich durchaus vorstellbar ist. Bislang fuhren die Autos ganz knapp vor der Tür zur Gaststätte her, vor den Eingang zum Saal war auch nur wenig Platz.

Das wird sich demnächst ändern und bietet den Hillefelds eine Perspektive nach den zuletzt Corona-bedingt so harten Monaten, in denen Gaststätte und Saal weitgehend geschlossen bleiben mussten. „Hoffen wir, dass die Arbeiten weiter so zügig voranschreiten und im Sommer fertig werden“, sieht Hillefeld Licht am Ende des Tunnels. Denn nach der Corona-Zwangspause würden er und seine Frau Karin zu gern wieder voll durchstarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare