Unabhängiger mit Heimatgefühl

Vierter Kandidat in Welver: Thorsten Teimann will Bürgermeister werden

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Thorsten Teimann tritt im September an.

Welver – Die Überraschung ist perfekt! Mit Thorsten Teimann stellt sich im September ein waschechter Welveraner zur Wahl für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Welver. 

„Mehr Heimatliebe für Welver“, lautet sein Wahlspruch, mit dem der 52-jährige Lokalkolorit versprühen will – und als Unabhängiger ins Rennen geht. Er ist bereits der vierte Anwärter auf den Chefsessel im Rathaus.

„Meine Partei sind Welvers Bürger“, sieht sich der engagierte Kandidat im bevorstehenden Wahlkampf keineswegs chancenlos. „Es waren seit Anfang März vor allem immer wieder meine Mitmenschen, die mir zu diesem Schritt geraten haben. Ich wollte ohnehin politisch aktiv werden – aber ohne Parteibuch.“ Thorsten Teimann hatte Anfang März in einem Leserbrief auf einige Missstände aufmerksam gemacht. Die Resonanz innerhalb der Bevölkerung war laut Teimann enorm. „Mach Du es doch“, hätten ihn viele aufgefordert, als Bürgermeister zu kandidieren. Nach Rücksprache mit Ehefrau Simone, sie ist Pfarrsekretärin in der Kirchengemeinde St. Maria, und Sohn Lenard (19, Student) habe er sich nun entschieden, den Schritt zu wagen: „Wer Kritik übt, muss zu Veränderungen bereit sein.“ 

Themen und Ziele

An den Themen für Welver habe sich grundlegend leider nicht viel geändert: Die Gestaltung der City mit Raiffeisengelände sei immer noch aktuell und beim Thema Bahnhof sei es längst „höchste Eisenbahn“. „Mehr Ehre für das Ehrenamt“, verlangt er nicht nur als Mitglied von mehreren Vereinen. Zudem „müssen Welver und die Dörfer als Flächengemeinde enger zusammenrücken.“ Ein lebenswertes Welver – vor allem im Alter – gehöre auch dazu. 

Um all diese Ziele zu erreichen, sei es wichtig, vor allem die Kommunikationsstruktur im Gemeinderat zu verbessern. „Wir benötigen gegenseitigen Respekt und mehr Miteinander“, wünscht Teimann sich als Moderator, dass künftig alle an einem Strang ziehen. „Wenn am Ende ein positives Ergebnis herauskommt, können sich doch alle über die Weiterentwicklung der Gemeinde freuen.“ 

„Virus bleibt finanziell an uns kleben“

 Eine unbekannte Größe sei aber das Coronavirus. „Vielleicht kommen wir gesundheitlich unbeschadet durch die Krise, finanziell aber bleibt das Virus noch lange an uns kleben“, befürchtet Teimann. „Wir werden künftig noch achtsamer mit den Gemeindemitteln umgehen müssen, denn uns Bürger kann man nicht endlos wie eine Kuh melken.“

Zur Person

Thorsten Teimann ist seit 27 Jahren als hauptberuflicher Redakteur beim Hellweger Anzeiger im Nachbarkreis Unna tätig. Sein Volontariat absolvierte er in der Landredaktion des Soester Anzeigers. Schon hier berichtete der Reporter über das politische Geschehen der Gemeinde. Seit jeher gestaltet der 52-Jährige das Leben in der Gemeinde Welver mit. Er organisierte als junger Erwachsener über mehrere Jahre das Volksradfahren sowie als verantwortlicher Zeltlagerleiter Camps der Kolping-Jugend. 

Der nächste Teimann

Zudem hat er immer auch die Traditionen im Blick. Im Schützenverein „Horrido“ Welver brachte er sich in der Vorstandsarbeit ein und setzte auch im traditionsreichen Karneval mit den „Magermilch-Knitten“ neue Akzente. Auch die familiären Voraussetzungen sind nicht ohne: Vater Egbert war einst Vorsitzender der SPD im Kreistag, Bruder Ingo vor einigen Jahren selbst Bürgermeister von Welver.

Teimann ist schon der vierte Kandidat für die Kommunalwahl im September - neben Karl-Heinz RickenCamillo Garzen und dem amtierenden Verwaltungschef Uwe Schumacher.

Quelle: Soester Anzeiger

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