Dämpfer für Penny-Pläne an der Ladestraße

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Welver - Redebedarf gab es am Mittwoch im Hauptausschuss vor der Abstimmung um Penny nicht, die Mitglieder ließen vielmehr Fakten sprechen: Fünf zu fünf hieß es.

Damit war der Verwaltungsvorschlag zur notwendigen Änderung des Bebauungsgsplanes für einen Umzug des Discounters von der Werler Straße in die Ladestraße mit dem Stimmen von SPD, FDP und Grünen abgelehnt. Auf den ersten Blick überraschend, denn – obwohl die drei Fraktionen klar gegen einen Penny an dieser Stelle sind – hatten sie bei den bisherigen Beratungen in den anderen Gremien durch jeweils eine Enthaltung immer die Tür offen gelassen.

 Ist damit das Penny-Projekt an der Ladestraße schon am Ende? Diese Frage beschäftigt derzeit auch die Verwaltung. „Wir prüfen gerade, was das für uns bedeutet“, so Beigeordneter Camillo Garzen gestern gegenüber dem Anzeiger. 

CDU-Fraktionschef und Penny-Befürworter Wolfgang Daube hat es kommen sehen, sieht die Entwicklung aber gelassen. Er hatte vor einigen Wochen beantragt, Penny quasi zur Chefsache des Rates zu machen, um solche Ergebnisse in vorgeschalteten Ausschüssen zu verhindern. Da der Hauptausschuss nur Empfehlungen an den Rat ausspricht, sei in der Sache noch nichts entschieden, so Daube. „Dort wird es andere Mehrheiten geben“, ist er überzeugt.

 An der Haltung der Penny-Gegner wird sich zumindest nichts ändern. „Wir wünschen uns ein städtebauliches Gesamtkonzept, auch im Hinblick auf den neuen Bahnhof“, betont Welvers Ortsvorsteherin Monika Korn (FDP). Bis zu nächsten Ratssitzung wollen sich die Penny-gegner konkret positionieren, kündigte sie an. Wichtig sei beispielsweise eine Beteiligung aller Betroffenen. „Ein Backshop mit 120 Quadratmetern wirkt sich verheerend auf den bestehenden Betrieb in der Straße ,Am Markt' aus“, so Korn. Das durch einen weiteren Discounter entstehende Parkplatzproblem sei ebenfalls noch nicht thematisiert. „Jetzt sollen endlich alle mitreden“, fordert Korn. 

Die bis Mittwoch gültige Beschlusslage sah vor, den Bereich als Sondergebiet auszuweisen, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan zu ändern. Die Verwaltung sollte dann beauftragt werden, mit dem Investor LRD einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen mit dem Ziel, ihm die Kosten für das Verfahren aufs Auge zu drücken. Das könnte jetzt in der Ratssitzung am 22. Februar geschehen – oder auch nicht. 

Die Grundzüge der Planung sehen vor, dass in dem 5000 Quadratmeter großen Plangebiet innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches Ortsmitte eine 4500 Quadratmeter große Sondergebietsfläche vorgesehen ist, die sich in eine überbaubare Fläche von 2000 Quadratmetern und eine versiegelbare Freifläche für Parkraum von 2500 Quadratmetern gliedert. Die maximal zulässige Verkaufsfläche soll inklusive Lebensmittelmarkt, Getränkemarkt, Backshop/Sitzcafé und weiteren kleinteiligen Einzelhandels-, Gewerbe- und Dienstleistungseinheiten bis zu 1270 Quadratmeter umfassen. J rad

Quelle: Soester Anzeiger

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