Verwaltung will Mängel beseitigen

Soforthilfe: Duschcontainer für die Feuerwehr

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Feuerwehr

Welver - Jetzt ist Eile geboten: Die Mängel an den Feuerwehr-Gerätehäusern in Scheidingen, Klotingen und Flerke sind so gravierend, dass umgehend gehandelt werden muss.

Für Klotingen und Flerke, wo die hygienische Situation für die Einsatzkräfte unzumutbar ist, sollen umgehend sechs mal zwölf Meter große Duschcontainer angeschafft werden. Kostenpunkt: 100 000 Euro.

Zum Hintergrund: Die Unfallkasse NRW hatte bei einer Besichtigung der Gerätehäuser den Arbeits- und Gesundheitsschutz überprüft und gravierende Mängel festgestellt. Gleichzeitig wurden der Verwaltung Fristen gesetzt. 

In Scheidingen soll ein so genannter Schwarz-Weiß-Bereich (dort erfolgt eine strikte räumliche Trennung zwischen schmutzig und sauber) in der bisher leer stehenden Einligerwohnung errichtet werden. Für alle drei Vorhaben werden derzeit die nötigen Bauanträge beim Kreis Soest gestellt. Zugleich arbeitet die Verwaltung an einem Sofort-Maßnahmenkatalog zur Beseitigung der gravierenden Mängeln an ihren Standorten.

In Welver sind weitere Parkplätze nötig

In Flerke wurde bereits als Sofortmaßnahme der Mannschaftstransportwagen auf den Vorplatz umgesetzt und die frei werdende Fläche in der Garage mit Garderobenschränken ausgestattet. Wegen des fehlenden Umkleideraumes hatten die Feuerwehrleute bislang ihre persönliche Schutzausrüstung mit nach Hause genommen. In Klotingen soll der bisherige Toilettencontainer komplett dem neuen Dusch-/Umkleidecontainer weichen. In Welver ist zwar vieles gut, aber längst nicht alles perfekt. Dort sind weitere Parkplätze nötig. An den weiteren fünf Standorten Recklingsen, Berwicke, Einecke, Eineckerholsen und Stocklarn sollen in diesem Jahr weitere Abgasabsauganlagen eingebaut werden.

Die Verwaltung plant, einen Teil der Kosten für die Sofortmaßnahmen durch Einsparungen aus dem laufenden Haushalt für den Bereich „Feuerwehr“ zu decken. Oder anders: Das Geld für die Feuerwehr wird der Feuerwehr weggenommen. Außerdem soll Geld der Ausgleichsrücklage entnommen werden.

Neuauflage des Brandschutzbedarfsplans ist überfällig

Am Ende womöglich teure Provisorien. Ob es nämlich auf Dauer alle betreffenden Standorte überhaupt noch geben wird, ist höchst fraglich. Die künftigen Standorte werden im neuen Brandschutzbedarfsplan festgelegt. Der ist aber immer noch in Arbeit. Auch hier wird’s Zeit: Die Gemeinde hat seit 2009 ihren Brandschutzbedarfsplan nicht mehr fortgeschrieben. Die Neuauflage ist seit fünf Jahren überfällig. 

Die Verwaltung macht’s jetzt dringlich: Es sei jetzt „unbedingt erforderlich, ein Architektenbüro mit der Begleitung der baulichen Maßnahmen und der entsprechenden Kostenermittlung zu beauftragen“, heißt es in der Sitzungsvorlage zum Bau- und Feuerwehrausschuss. Der soll bei seiner Sitzung am kommenden Dienstag (28. Mai, 17 Uhr, Ratssaal) dem Rat die Umsetzung der Sofortmaßnahmen empfehlen.

Quelle: Soester Anzeiger

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