Welveraner Rat entscheidet über neue Gerätehäuser

Millionen-Investition: Verwaltung plant Neubauten an vier Standorten

+
Vorbildlich und auf neuestem Stand: Schwarzweiß-Bereich im Feuerwehrgerätehaus in Dinker.

Welver – In welcher Reihenfolge sollen die neuen Gerätehäuser auf dem Gemeindegebiet erreichtet werden? Mit dieser Frage befasst sich der Rat in seiner Sitzung am 2. Oktober (17 Uhr, Rathaus).

Der Ausschuss für Bau und Feuerwehr hatte am 9. September empfohlen, die vorliegende Prioritätenliste (Schwefe, Scheidingen, Berwicke) um den Ortsteil Klotingen zu erweitern und die vier neuen Standorte in die Finanzplanung im Maßnahmenprogramm 2020 und Folgejahre zu berücksichtigen. 

Die Verwaltung geht in ihren aktuellen Annahmen davon aus, dass in diesem Jahr 80.000 Euro für den Grunderwerb in Schwefe fällig sind. Doch das ist nur der Anfang. In den nächsten sieben Jahren sollen jeweils hohe sechsstellige Euro-Summen in den Bau der Gerätehäuser gesteckt werden – die liegen zwischen 275.000 Euro (2020) und 860.000 Euro (2023 und 2024). Eine Millioneninvestition. 

Grundlage für die Kostenermittlung ist der bereits erfolgte Neubau in Dinker mit einer Grundstücksfläche von 3500 bis 4000 Quadratmetern. Der Baustart für die Gerätehäuser soll nach und nach erfolgen, folglich überschneiden sich die Bauzeiten teilweise. 

Allein die nötigen Flächennutzungsplanänderungen können sich nach Angaben von Fachbereichsleiter Detlev Westphal über zwei Jahre hinziehen. Beim Gerätehaus in Dinker hatte sich gegenüber ersten Berechnungen eine erhebliche Kostesteigerung ergeben – von ursprünglich 700.000 auf schließlich 860.000 Euro.

Damit erhielten die drei Löschgruppen aus Dinker, Dorfwelver und Nateln allerdings auch ein modernes Gerätehaus unter anderem mit Belüftungsanlage, Trennung von Sauber- und Schmutzbereich, automatischer Beleuchtung im Alarmfall, Online-Verbindung zur Rettungsleitstelle und vielem mehr. 

Hinzu kamen 18 Pkw-Stellplätze sowie auf Abmessungen von jeweils 4,5 mal 12,5 Metern zwei Stellflächen für Feuerwehrfahrzeuge in der Halle. 

Kosten-Überraschungen wie in Dinker will die Verwaltung diesmal ausschließen und kalkuliert von vornherein höher. Wichtig an allen potenziellen Standorten: Eine gute Verkehrsanbindung und ein möglichst großer Aktionsradius. 

Die Neubauten sind Konsequenzen aus dem Brandschutzbedarfsplan, der eine umfassende Modernisierung und Neustrukturierung der Feuerwehr vorsieht – das betrifft auch noch den Fuhrpark und die Neugliederung von Löschgruppen. „Wir wollen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel bewegen“ – so die Marschroute des Beigeordneten Camillo Garzen.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare