„Umwandlung“ Dinker und Norddinker

Politiker kritisieren Rückbau der Knappstraße - Unverständnis bei den Bürgern

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Die Knappstraße in Dinker soll umgebaut werden.

Welver - Mit Unverständnis haben Bürger aus Dinker und Ortsvorsteher Rolf Wagener (SPD) auf die „Umwandlung“ der Knappstraße in der Feldflur zwischen Dinker und Norddinker reagiert.

Im Rat hinterfragte zunächst Kay Philipper von der Fraktion Welver 21 die Maßnahme, bei der rund 400 Meter der bisher asphaltierten Straße aufgebrochen, abgefräst und geschottert worden waren.

Die Knappstraße sei in der Prioritätenliste der Wirtschaftswege als Rückbauprojekt nicht aufgeführt. Bauamts-Leiter Detlev Westphal verteidigte die Maßnahme. Die Straße sei im Wirtschaftswege-Konzept als Rückbauprojekt dargestellt und deshalb zurückgebaut worden. Westphal: „Das Wirtschaftswegekonzept wiederum ist mit einem hohen Maß an Bürgerbeteiligung und selbstverständlich sowohl im Fachausschuss als auch im Rat der Gemeinde Welver beraten und verabschiedet worden.

Die einzelnen Wirtschaftswege innerhalb des Konzeptes wurden je nach Nutzung und Lage kategorisiert. Da dieser Weg weder eine touristische Bedeutung hat und lediglich dem landwirtschaftlichen Verkehr dient, erfolgte die Einstufung in der Kategorie D.“ Das brachte Dinkers Ortsvorsteher Rolf Wagener (SPD) auf die Palme.

Sichtlich empört nannte er die Maßnahme allein schon in der Durchführung „völlig dilettantisch“. Bei der groben Körnung seien Behinderte, Kinder und Radfahrer auf der Straße diskriminiert und nicht mehr sicher unterwegs. Das ganze sei eine „Lachnummer“, so Wagener wörtlich im Rat. Klaus-Theo Rohe (SPD) ergänzte, der Rückbau eines Weges sei eine Einzelmaßnahme über die der Bauausschuss nach der Zuständigkeitsordnung zu entscheiden habe. Weder der Rat noch der Ausschuss hätten über den Rückbau der Knappstraße zu irgendeinem Zeitpunkt konkret beraten. 

Die Schäden im Einfahrtsbereich hätten repariert werden können, um den für Dinker wichtigen Weg zu erhalten, so Rohe weiter. Die Knappstraße sei auch nicht bedeutungslos, sondern eine wichtige Verbindung für Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger zwischen der Gemeinde Lippetal über das Dorf Norddinker bis hin nach Hamm.

Quelle: Soester Anzeiger

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