Welvers Politik diskutiert

Umstrittenes Schilder-System: Wie sinnvoll sind Rettungspunkte?

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Rettungspunkte, wie hier in Schalksmühle, könnte es demnächst auch in Welver geben.

Welver – In Werl gibt es sie schon, in Welver sollen sie demnächst an neuralgischen Punkten montiert werden: so genannte Rettungspunkte, die Hilfe Suchenden im Wald die Orientierung erleichtern und den Rettungsdienst effektiver zum Einsatzort geleiten sollen.

Der Vorschlag kommt von FDP-Ratsfrau Monika Korn. „Es geht um die Sicherheit der Welveraner Bürger, aber auch die von auswärtigen Radfahrern und Wanderern, die hier unterwegs sind“, so Korn. 

Doch nicht jeder kann mit der Idee etwas anfangen. Tim-Fabian Römer (BG) findet die 1800-Euro-Investition unsinnig und macht daraus auch keinen Hehl: „Sobald ich einen Notruf absetze, bin ich auch über GPS zu orten. Da braucht man keine weiteren Schilder im Wald.“

 Die Verwaltung steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. In einer Einschätzung im Vorfeld der Beratungen heißt es: „Mit der Umsetzung dieses innovativen Projektes erhöht sich insgesamt auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Welver, da bei Bedarf das Auffinden und die Erstversorgung von hilfesuchenden Personen erleichtert werden.“ 

Jetzt ist der Gemeinderat (Mittwoch, 13. November, 17 Uhr, Ratssaal) am Zug. Dann will die Verwaltung das Ergebnis der Abstimmung mit dem Kreis Soest vorstellen. Dabei geht es um die Möglichkeit und Notwendigkeit und einen möglichen Betrag zur Finanzierung. Die Möglichkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit und die Leader-Projekt-Fähigkeit sollen bei positivem Votum noch zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden. 

Zudem soll mit den Ortsvorstehern sowie den Vorsitzenden der Jagdgenossenschaften in der Gemeinde Welver und in Abstimmung mit der Forstverwaltung eine gemeinsame Karte mit den vorgeschlagenen Standorten der Rettungspunkte erarbeitet werden. 

An Kreuzungen, Pavillons und Bänken 

Und so funktioniert’s (wenn der Rat grünes Licht gibt): Als Orientierungspunkte sollen Kreuzungen von Wald- und Parkwegen, längere Wegeabschnitte, Pavillons, Bänke etc. dienen. Die Orientierungspunkte werden im Einsatzleitrechner der Leitstelle Soest als Objektpunkte mit gesonderter Anfahrtsbeschreibung hinterlegt. 

Die Inhalte der Orientierungstafeln sollen eine hilfesuchende Person auch ohne Vorkenntnis in die Lage versetzen, den Zweck des Schildes sofort und zweifelsfrei erkennen zu können. 

Auf dem Schild befindet sich die in Europa einheitliche Notrufnummer 112. Ebenso befindet sich eine einmalig im Gemeindegebiet vergebene Registrierungsnummer mit dem zusätzlichen Text „Dies ist ein registrierter Rettungspunkt. Im Notfall geben Sie die unten stehende Nummer an“ auf dem Schild. 

Nach einer ersten Schätzung wurde für eine annähernd flächendeckende Versorgung ein Bedarf von ungefähr 60 Schildern á 30 Euro ermittelt.

Quelle: Soester Anzeiger

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