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Schwefer Kicker freuen sich auf Kunstrasen

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Von: Dirk Wilms

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Die Schwefer Fußballer freuen sich mit Bürgermeister Camillo Garzen, dass sie bald einen Kunstrasen-Sportplatz bekommen.
Die Schwefer Fußballer freuen sich mit Bürgermeister Camillo Garzen, dass sie bald einen Kunstrasen-Sportplatz bekommen. © Dirk Wilms

Es war eine Nachricht, die die Sportlerherzen in der gesamten Niederbörde höherschlagen ließ. Nicht etwa eine Meisterschaft oder ein Pokalsieg war zu feiern. Vielmehr freuten sich die Sportler, dass das Land Nordrhein-Westfalen sein Füllhorn über sie ausgeschüttet hat. 

Welver - Anderthalb Millionen Euro fließen in die Gemeinde Welver. Die Förderzusagen, die Detlev Westphal von der Gemeindeverwaltung schon im jüngsten Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz verkündet hatte, sind nun in schriftlicher Form im Rathaus eingetroffen.

Den größten Batzen aus dem Paket, das aus dem Förderprogramm „Strukturentwicklung ländlicher Raum“ stammt, geht an den TuS Schwefe. An der Blögge, wo es seit geraumer Zeit kaum Anlass zum Jubeln über sportliche Erfolge gibt, steuert die erste Mannschaft doch in der Fußball-A-Kreisliga als punktloses Schlusslicht sang- und klanglos dem Abstieg entgegen, wird in den nächsten anderthalb Jahren ein Kunstrasenplatz entstehen.

Fast eine halbe Million, exakt 499 395 Euro, fließen an die Blögge. Das sind 65 Prozent der knapp 770 000 Euro an Gesamtkosten. Das restliche Drittel steuert die Gemeinde Welver bei. Wie bereits berichtet, schichtet die Kommune Gelder um, die in diesem Jahr für das Feuerwehrgerätehaus in Berwicke vorgesehen waren, wie Kämmerer Sebastian Porsche in der jüngsten Ausschusssitzung erläuterte.

Wie vom TuS Schwefe erläutert wurde, ist das Geld gleich für mehrere Vorhaben vorgesehen. „Die Rasenfläche ist uneben und die Verletzungsgefahr für Spieler hat stark zugenommen. Zudem war man gezwungen, in den Wintermonaten von Oktober bis April auf andere Plätze auszuweichen“, schildert der Verein die aktuellen Unzulänglichkeiten. Daher ist ein Kunstrasen vorgesehen, dessen Bau schon in Kürze vorangetrieben werden soll.

Der neue Kunstrasen ist zugleich verbunden mit einer Flutlichtanlage mit LED-Beleuchtung. Außerdem will der TuS seine Sanitäranlagen samt Kabinen und Duschen im angrenzenden Turnhallen-Gebäude sanieren. Schließlich soll auch das in die Jahre gekommene Sportheim direkt am Sportplatz renoviert werden.

„Hier werden nun die Weichen für morgen gestellt“, freut sich Ortsvorsteher Tim-Fabian Römer, der zugleich als Spieler der ersten Mannschaft Kenner der Umstände ist. „In den kommenden Wochen und Monaten wird für unser Ziel bzw. für unseren Traum viel Arbeit, Schweiß und Einsatz notwendig. Hier mache ich mir aber keine Sorgen. Das schaffen wir als Verein auf jeden Fall“, sieht er die TuSler voller Tatendrang.

Die zweitgrößte Summe aus dem Fördertopf geht an den TV Flerke. Die über 60 Jahre vereinseigene Halle benötigt dringend eine Sanierung. Nachdem im vergangenen Jahr schon Teilbereiche des Dachs erneuert worden waren, sind nun Maßnahmen wie neue Fenster, neue Umkleidekabinen und ein neuer Bodenbelag geplant. Knapp 275 000 Euro gibt‘s dafür vom Land; insgesamt sind 422 350 Euro für die Maßnahmen vorgesehen.

Mit dem TV Borgeln kommt ein dritter Verein aus dem Gemeindegebiet in den Genuss der Fördergelder. 106 650 Euro fließen an die Jahnstraße, wo eine energetische Ertüchtigung erfolgen soll. Dazu zählt auch die Installation einer Photovoltaik-Anlage. 163 650 Euro sind summa summarum eingeplant.

Schließlich war die Gemeinde Welver Antragsteller für eine Förderung, und zwar für die Renovierung der alten Turnhalle der Bernhard-Honkamp-Grundschule. Fast 115 000 Euro fließen vom Land für die insgesamt gut 176 000 Euro kostenden Maßnahmen. Sie beinhalten u.a. die Sanierung der Duschen und Umkleideräume.

Bürgermeister Camillo Garzen zeigte sich hocherfreut über die Zuwendungsbescheide aus Düsseldorf. Die Fördergelder für die Turnhalle führen auch dazu, dass die Kosten für die gesamte Sanierung der Grundschule, die die Gemeinde aufbringen muss, ein wenig gesenkt werden können. In jedem Fall sind damit die Weichen gestellt, dass die Schule am jetzigen Standort verbleibt.

Die Gemeinde und die Vereine müssen jetzt rasch handeln, um die Arbeiten anzugehen. „Die Fördergelder sind mit der Maßgabe verbunden, dass die Maßnahmen bis zum 30. November 2023 abgeschlossen sind“, verdeutlicht der Bürgermeister.

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