Bei Revierförster Allan Mitchell mischt sich Freude mit Sorge um Laubwälder

Holz aus dem Eilmser Wald war in Rekordzeit verkauft - weit über 200 Anrufe

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Das Holz aus dem Eilmser Wald war in Rekordzeit verkauft.

Welver – Keine halbe Stunde hat es gedauert, dann hatte Revierförster Allan Mitchell das Holz aus dem Eilmser Wald am vergangenen Donnerstag bereits an den Mann oder die Frau gebracht. Wie der Anzeiger berichtete, hatte Mitchell angeboten, dass man sich bei Interesse an ihn wenden könne. Neben diesem Erfolg treibt Mitchell aber auch die Sorge um den Zustand der Laubwälder um Welver an. 

Am Donnerstagmorgen, so Mitchell, habe das Telefon bereits um 7 Uhr zum ersten Mal geklingelt. Und dann habe das Gerät quasi kaum noch stillgestanden, seien die Drähte heißgelaufen, beinahe ohne Unterlass und das auch noch am Wochenende.

Erfolgreich war dann ein ganz flotter Zeitgenosse, der zusammen mit drei oder vier anderen Käufern den Zuschlag für die rund 30 bis 40 Festmeter bekommen habe. Die Haushalte werden das Holz wohl untereinander aufteilen. 

Weit über 200 Anrufe seien es sicher gewesen, so glaubt Mitchell, der noch bis Sonntagabend Anfragen hatte. Wie der zuständige Forstamtsleiter Edgar Rüther erkärte, können die Revierförster in solchen Fällen vor Ort den Kontakt zu den Waldbesitzern herstellen, das Forstamt an sich aber dürfe seit Juli 2019 nicht mehr verkaufen. 

Die Wälder seien in Privatbesitz und man kümmere sich „betreuend“ um die Bestände. 

Ins Rollen kam die Angelegenheit um die Holzlager im Eilmser Wald, weil sich Anlieger beschwert hatten, dass die großen Stapel aus Fichten und Laubbäumen in den Gebieten um Welver ungeschützt herumlägen oder gar vor sich hin gammelten. 

Bei den Bäumen handelt es sich um Folgeschäden des Sturmtiefs Friederike vor beinahe genau zwei Jahren. Aufgearbeitet wurde das Holz Ende 2018 und auch 2019. 

Aktuell sorgt sich Allan Mitchell durchaus auch um die Laubwälder des Gemeindegebiets. „Nach zwei trockenen Jahren wird sich im Frühjahr zeigen, wie die Situation ist“, erklärt Mitchell.

Auch die Buchen hätten massive Probleme und auch die Eichen seien möglicherweise betroffen. „Regeldurchforstung“? Der Laubaustrieb im Frühjahr werde dann zeigen, was wirklich Stand der Dinge sei und wie weit die Trockenheit den Bäumen zusetze und sie eventuell auch schon geschädigt habe. 

Eine Vitalitätsprüfung der Bäume sei notwendige Voraussetzung für die weiteren Planungen. Eventuell gebe es nun keine „Regeldurchforstung“ wie sie immer wieder anstünde, sondern es werde erst abgewartet, was tatsächlich passiere. Ein Einschlag in diesem Bereich wäre wohl zum Ende des Jahres denkbar.

Quelle: Soester Anzeiger

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