Reinhild Osthoff-Dahlhoff ist parteilos

Recklingsens neue Ortsvorsteherin will ins Gespräch kommen

Die parteilose Ortsvorsteherin Reinhild Osthoff-Dahlhoff vor dem Osthof in Recklingsen.
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Die parteilose Ortsvorsteherin Reinhild Osthoff-Dahlhoff vor dem Osthof in Recklingsen.

Miteinander ins Gespräch zu kommen und an einem Strang zu ziehen, das ist für Reinhild Osthoff-Dahlhoff das A und O bei der Ausübung ihres neuen Amtes als Ortsvorsteherin.

Recklingsen – „Recklingsen muss eine Stimme haben“, ist die neue parteilose Ortsvorsteherin überzeugt, deshalb hat sie spontan zugesagt, als die CDU an sie herantrat und die Bereitschaft zur Postenübernahme bei ihr abklopfte.

„Ein guter Ortsvorsteher ist das Beste, was einem Dorf passieren kann“, hört man immer wieder, wenn Dorfbewohner zu diesem Posten befragt werden. Sich dieser Herausforderung zu stellen, dazu ist die gebürtige Bewickerin bereit. „Allerdings bin ich ja noch ein Greenhorn und muss noch lernen“, erklärt sie lachend. Seit 36 Jahren ist die die 57-Jährige jetzt auf dem Osthof in Recklingsen zu Hause. Hier steht nicht nur die Vogelstange beim Schützenfest und die Schützenscheune für den Festball, nein, auch die weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte „Osthofs Deele“ ist in Corona-freien Zeiten ein Ort des Feierns, der Geselligkeit und des Miteinanders.

„Wenn irgendwann wieder größere Treffen erlaubt sind, freue ich mich schon auf den ersten Dorfstammtisch, den ich hier auf der Deele anbieten werde.“ Dabei kann dieser Stammtisch durchaus auch ein Kaffeetrinken werden.

Vor allem die Neubürger liegen der Mutter von vier erwachsenen Kindern und dreifachen Großmutter sehr am Herzen. „Natürlich kenne ich alle alteingesessenen Recklingser, aber bei vielen neu Zugezogenen mangelt es noch am Kontakt.“ Das möchte sie ändern, auch wenn das in Pandemiezeiten geraden nicht einfach ist. Gleiches gilt für Besuche zu Feierlichkeiten wie runden Geburtstagen, Goldenen Hochzeiten und ähnlichem. „Ich freue mich, wenn das alles irgendwann wieder abstandslos möglich ist.“ Grundsätzlich scheue sie sich nicht, die alten Hasen im Amt des Ortsvorstehers um Rat zu fragen, auch dafür werden sich Gelegenheiten ergeben.

Ich bin ja noch ein Greenhorn und muss noch lernen.

Reinhild Osthoff-Dahlhoff

„Recklingsen ist von seiner Struktur ein Schlauch und damit breit auseinandergezogen, während sich beispielsweise in Berwicke alles im Ortskern knubbelt.“ Wenn dann kein Schützenfest und auch sonst nichts stattfinden kann, sehe man viele eben doch länger nicht.

Neben ihrer neuen Tätigkeit ist Reinhild Osthoff-Dahlhoff noch Ortslandfrau von Recklingsen, aktives Mitglied bei der Karnevalsgruppierung der „Holzbachdrosseln“ und war lange Jahre beim Kinderschützenverein im Orgateam.

„Ich würde mich freuen, wenn die Recklingser Bürger mich ansprechen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben.

Die Vereidigung aller neuen Ortsvorsteher und die Ernennung zu Ehrenbeamten ging am Mittwoch über die Bühne. Da hatte sie auch die Chance Bürgermeister Camillo Garzen Reinhild Osthoff-Dahlhoff persönlich kennenlernen.

„Ich freue mich sehr, dass wir viele neue Ortsvorsteher für diesen Posten gewinnen konnten“, so Garzen. „Wir werden zeitnah überlegen, welche Ziele wir uns für die nächsten fünf Jahre stecken und welche Projekte wir gemeinsam realisieren können.“

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