Graffiti-Kunst in Welver

Raiffeisenturm sendet klares Signal: „Wir sind bunt“

Welver ist bunt: Michael Stadler von MD-Projekt (von links), Initiator Bastian Kaiser, Alicia Sommer und Bürgermeister Camillo Garzen stellten die Graffiti-Aktion am Raiffeisenturm vor.
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Welver ist bunt: Michael Stadler von MD-Projekt (von links), Initiator Bastian Kaiser, Alicia Sommer und Bürgermeister Camillo Garzen stellten die Graffiti-Aktion am Raiffeisenturm vor.

„Ich wurde angesprochen und halte es für eine gute Idee. Denn braune Köpfe brauchen wir in Welver nicht!“ Michael Stadler, Geschäftsführer von MD-Projekt, hat keine Kosten und Mühen gescheut, das von Bastian Kaiser angestoßene Projekt in die Tat umsetzen zu lassen.

Welver - Als Eigner des Raiffeisenturms an der Ladestraße in Welver war er Feuer und Flamme von der Idee, ein weit sichtbares Zeichen unter dem Motto „Wir sind bunt“ zu setzen.

Als Ur-Welveraner hatte Bastian Kaiser die Initiative ergriffen. „Die Aktion mit den Bannern unter dem Motto ‚Wir sind bunt‘ ist gut. Doch wir wollten etwas mit Leuchtturm-Effekt“, hatten Kaiser und seine Freunde aus einer früheren Klasse der Welveraner Grundschule die Idee geboren. Er kreierte den Entwurf, am Freitag wurde der Turm von einem Graffiti-Künstler bemalt.

Bunter Raiffeisenturm in Welver: Farbspektakel

„Ich hatte die Vorstellung, dass die Farben wie bei einem indischen Holi-Festival ineinanderlaufen“, nahm der Welveraner Anleihen im hinduistischen Farbspektakel. In Michael Stadler, der mit MD-Projekt noch in diesem Jahr die Pläne für die Zukunft des alten Raiffeisen-Geländes schmieden will, fand er ein offenes Ohr. So wurde auf Kosten der Firma ein Hubwagen geliehen, um den Künstler, der namentlich nicht genannt werden will, in luftige Höhen zu befördern.

„Da musste man schon schwindelfrei sein“, musste Bastian Kaiser beim Termin am Montagmittag rückblickend schmunzeln. Bis auf 20 Meter ging es hoch, wo er mit dem Graffiti-Künstler die farbigen Zeichen setzte. „Dreimal mussten wir den Wagen umsetzen“, deutet er die Mühen an. Auch auf der Ostseite wurde ein Farbklecks hinterlassen.

„Von vielen Leuten, die vorbeischauten, bekamen wir einen Daumen hoch“, stieß ihm zufolge die Aktion auf eine positive Resonanz. Allzu lange werden die Welveraner den bunten Turm allerdings nicht betrachten können. „In einem Jahr um diese Zeit steht er nicht mehr“, kündigte Michael Stadler an.

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