Experten stellen sich im Rathaus vor

Welver - Am kommenden Donnerstag stellt sich die Pricewaterhouse Coopers GmbH (PWC) vor. Sie soll die Gemeinde beim Thema Organisation auf Vordermann bringen.

Die Voraussetzungen für die Tätigkeit sind geschaffen, seitdem das Gemeindeprüfungsamt grünes Licht für den Projektauftrag – und damit auch die Finanzierung – gegeben hat. Der Termin am Donnerstag dient der Information des Rates über die geplante Vorgehensweise der PWC-Berater. Im Verlauf der Untersuchung soll die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in regelmäßigen Abständen ein aus allen Fraktionen zu bildendes „Kernteam“ über den jeweils aktuellen Stand informieren. 

PWC gehört zu den großen Unternehmensberatungen im Land. Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt beschäftigt nach eigenen Angaben über 10 000 Mitarbeiter an 21 Standorten in Deutschland. Die Kundschaft reicht von der Autoindustrie über das Gesundheitswesen bis zum öffentlichen Sektor. Der Anspruch lässt sich auf dem Internet-Auftritt nachlesen. In enger Zusammenarbeit mit den Klienten „meistern wir ihre größten Herausforderungen“ heißt es dort unter anderem. Den Mitarbeitern ihrer Kunden schreibt PWC eine besondere Rolle zu. Sie seien „die nachhaltigste und wertvollste Ressource“. 

Hintergrund des PWC-Engagements sind die Erkenntnisse der Kommunalaufsicht, die im Frühjahr letzten Jahres in die Verwaltungsarbeit eingegriffen hat. Um eine belastbare Anlayse des Ist-Zustandes vorzunehmen und daraus resultierend eine Neu-Organisation in die Wege zu leiten, wurden jetzt echte Spitzenleute verpflichtet. Genau das hatte Ferdinand Aßhoff, Leiter der Kommunalaufsicht in Arnsberg, zu Beginn des Jahres auch versprochen: „Das werden keine Nobodys sein.“ Die Kommunalaufsicht hat es sich in Kopf gesetzt, aus der Problemgemeinde Welver eine Musterkommune zu machen. Der Wandel soll dabei nicht zum Selbstzweck werden, sondern Verbesserungen für Mitarbeiter und Bürger bringen, letztlich aber auch das Rathaus effizienter machen. Unter anderem soll so die Gebührenschraube langfristig gebremst und die finanzielle Handlungsfähigkeit wiederhergestellt werden. 

Quelle: Soester Anzeiger

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