Überschwemmungen

Welveraner Politik hat Angst vor dem nächsten Starkregen

Eine Auto fährt durch eine überschwemmte Straße
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Die Gemeinde Welver stellt sich auf Starkregen ein.

„Wir haben richtig Druck auf dem Kessel. Wir können nicht warten, bis ein Konzept entstanden ist, und in der Zwischenzeit saufen die Dörfer wieder ab!“ Tim-Fabian Römer von der BG brachte es in der jüngsten Ratssitzung auf den Punkt, was von seiner Ratskollegin Ilona Giese von den Grünen zuvor vorgebracht worden war. 

Welver - Denn sowohl die Grüne als auch der BG-Mann forderten umgehende Maßnahmen, um die Anwohner der gefährdeten Bereiche gegen erneute Überschwemmungen bei Starkregenereignissen zu schützen.

Es ging in dem Antrag der vier Mehrheitsfraktionen von SPD, Grünen, Welver 21 und FDP, Maßnahmen zum Überflutungsschutz zu entwickeln. Im Entwicklungsausschuss war im September beschlossen worden, Geld im Haushalt 2022 einzuplanen für ein Konzept für das gesamte Gemeindegebiet. Die Beratung darüber soll zu gegebener Zeit im Fachausschuss fortgesetzt werden.

Starkregen in Welver: Eile geboten

Nun bestätigte der Rat diesen Beschluss zwar, nachdem Andre Buschulte von der CDU, auch Vorsitzender des Entwicklungsausschusses, dafür plädiert hatte, nicht einzelne Ortsteile herauszunehmen, sondern ganz Welver zu betrachten. Darum kümmere sich aktuell schließlich auch die im Sommer eingestellte Klimamanagerin Christina Gollmann.

Gleichwohl machten sowohl Giese als auch Römer deutlich, dass dringender Handlungsbedarf zum Beispiel in Einecke bestehe, wo Römer auch als Ortsvorsteher fungiert. Ein Konzept benötige zu lange.

Bürgermeister Camillo Garzen sagte zu, dass die Dringlichkeit erkannt worden ist und die Klimamanagerin schon dabei sei, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Erst wenn die Gemeinde an ihre Grenzen stoße, würden auch externe Kräfte zurate gezogen. Klaus Wollhöver von der SPD verwies darauf, dass dem Kreis Soest weitaus mehr Mittel zur Verfügung stehen als der Gemeinde Welver, um der Hochwassergefahr vorzubeugen.

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