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Firma plant Solarfeld neben der Bahnstrecke in Borgeln

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Von: Dirk Wilms

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Auf dem Acker neben der nach Schwefe führenden Kreisstraße 7 soll das Solarfeld unmittelbar südlich der Bahnlinie am Ortsrand von Borgeln entstehen.
Auf dem Acker neben der nach Schwefe führenden Kreisstraße 7 soll das Solarfeld unmittelbar südlich der Bahnlinie am Ortsrand von Borgeln entstehen. © Peter Dahm

Das Unternehmen „Milvio Energy“ möchte auf einem Acker südlich der nach Soest führenden Bahngleise eine Photovoltaik-Anlage mit sechs Megawatt peak errichten. Der Fachausschuss des Gemeinderats begrüßt dieses Vorhaben.

Borgeln – Die Referenzen beeindruckten. Vor allem das Leuchtturmprojekt ließ die Politik im Welveraner Ratssaal aufhorchen. Auf dem Dach des Ostseestadions von Fußball-Zweitligist Hansa Rostock in Mecklenburg-Vorpommern hat Milvio Energy eine Photovoltaik-Anlage installiert. Auch in anderen Bundesländern sowie sogar in Italien und Frankreich ist das Unternehmen aus Hamburg in Sachen Solarenergie erfolgreich unterwegs.

Und nun wollen die Experten aus dem hohen Norden in der Niederbörde Fuß fassen. Sie hatten die vierstündige Anreise aus der Hansestadt an der Elbe nach Welver auf sich genommen, um ihr Projekt vorzustellen. Auf einem Acker an der Straße nach Schwefe, direkt südlich von den nach Soest führenden Bahngleisen soll eine Anlage entstehen, die eine Leistung von bis zu sechs Megawatt peak haben soll.

Das Wohlwollen der Mitglieder des Ausschusses für Gemeindentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz war den fünf Fachleuten aus Hamburg jedenfalls sicher. Bis auf zwei Enthaltungen wurde das Vorhaben begrüßt. Jetzt soll binnen zwei Monaten eine Informationsveranstaltung für die Bürger von Borgeln in der Schützenhalle organisiert werden.

Einige Borgelner waren ohnehin schon am Donnerstagabend im Ratssaal vor Ort, als Milvio-Geschäftsführer Maxim Pfarherr das Projekt vorstellte. Das seit 2008 in der Solarenergie engagierte Unternehmen will die Anlage auf dem gut fünf Hektar großen Gelände in enger Abstimmung mit der Gemeinde schaffen, eventuell noch das südlich angrenzende Grundstück, das der Gemeinde gehört, für eine Erweiterung zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

Pfarherr betonte, dass auch die Borgelner Bürger profitieren könnten; entweder im Rahmen einer Beteiligung oder auch durch eine Reduzierung der Kosten pro Kilowattstunde. All diese Modelle bedürfen aber noch diverser Vereinbarungen, der Gesprächsbedarf in alle möglichen Richtungen ist da nicht unerheblich.

Bedenken aus ökologischer Perspektive sollen in diesem Zuge ausgeräumt werden. So muss in Sachen Vogelschutz Klarheit herrschen. Durch Anlegen einer bis zu vier Meter hohen Hecke würde ohnehin die Biodiversität gefördert, hob Milvio-Seniorchef Stahl hervor. Der Acker, auf dem die Solarmodule eingerammt würden, könnte in Grünland umgewandelt werden, das von Schafen kurz gehalten werden könnte. Eine Flächenversiegelung fände nur in einem Prozent der Fläche statt, wo das Trafohäuschen gebaut werde. Und auch mit dem von der Gemeinde projektierten Kanal vom Bahndamm in Richtung Soestbach, der über dieses Areal laufen könnte, käme Milvio zurecht.

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