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Plan für Ortsmitte steht bis Dezember

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Von: Dirk Wilms

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Die neue Bauamtsleiterin Katrin Hofma erläuterte den interessierten Welveranern die Pläne für die Umgestaltung der Ortsmitte.
Die neue Bauamtsleiterin Katrin Hofma erläuterte den interessierten Welveranern die Pläne für die Umgestaltung der Ortsmitte. © Dirk Wilms

Es allen Recht zu machen, das ist eine Kunst, die kein Politiker beherrscht; und auch kein Fachmann aus dem Rathaus. Umso positiver bewertete Katrin Hofma, die neue Bauamtsleiterin in der Gemeinde, die Resonanz bei den Welveranern im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Ortsmitte. Am 16. September hatten etliche Bürger der Gemeinde ihre Meinung kundgetan, können dies bis einschließlich Samstag, 24. September, auch noch online machen.

Welver - Katrin Hofmas Fazit lautet: „Die Leute finden sich wieder. Viele lobten, dass ihre Anregungen aus dem Sommer 2021 aufgenommen worden sind.“ Damals hatte die Gemeinde schon einmal an einem Infostand auf dem Marktplatz das Stimmungsbild der Welveraner aufgenommen. So ergab sich damals eine Mehrheit für eine Einbahnstraße; das ist in der Planung so vorgesehen.

„Natürlich gab es einige, die lieber eine Fußgängerzone gesehen hätten. Andere hätten lieber den Verkehr in beide Richtungen beibehalten“, zeigt Hofma auf. Auch zum Thema Parkplätze klaffen die Vorstellungen der Menschen zum Teil weit auseinander. „Die einen wollen überhaupt keine Parkplätze auf dem Marktplatz, die anderen mehr“, weiß Hofma, dass es bisweilen ein Spagat ist, wenn es an die Umsetzung geht.

Eine Anregung, die am vergangenen Freitag immer wieder gemacht wurde, könnte Eingang finden in die weiteren Planungen. „Viele Leute meinten, dass ein Behindertenparkplatz vor der Arztpraxis wünschenswert sei. Das werden wir in der Tat überdenken, auch wenn dadurch ein anderer Parkplatz verloren geht. Doch viele Menschen sehen den Bedarf“, will sich die Verwaltung diesem Ansinnen nicht verschließen.

Hofma nahm auch die Meinung jüngerer Leute auf, die am Freitagnachmittag auf dem Edeka-Parkplatz zahlreicher vertreten waren als morgens auf dem Wochenmarkt. „Da war viel los, da kamen auch Eltern mit ihren Kindern und machten Vorschläge“, so Hofma. Nun werden die Anregungen gesichtet, um sie unter Umständen in den Vorentwurf einzuarbeiten, der in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz am Donnerstag, 20. Oktober, auf der Tagesordnung stehen wird.

In den darauf folgenden Wochen wird der Entwurf ausgearbeitet, der Ende November der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. „Dann besteht erneut Gelegenheit, seine Meinung zu sagen. Es könnte ja sein, dass eine Laterne vor eine Ausfahrt platziert ist“, weiß Katrin Hofma, dass niemand unfehlbar ist. In der letzten Ratssitzung des Jahres am 8. Dezember steht danach die finale Beschlussfassung über den Entwurf an, dem sich Anfang 2023 die Ausführungsplanung anschließt.

Diese soll im März von der Politik verabschiedet werden, damit noch im Frühjahr die Ausschreibung erfolgen kann. Geht das alles glatt über die Bühne, könnten im Sommer die Bagger rollen. Und zwar zunächst auf dem Marktplatz. Denn hier sollen die Arbeiten beginnen, die Ende 2024 abgeschlossen sein sollen.

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