Positive Signale aus Verwaltung und Politik

Pläne für Skateranlage in Welver kommen langsam ins Rollen

Eine Heimstatt für alles, was Rollen hat: Am Soester Naugardenring gibt es einen Skaterplatz – ähnlich soll es in Welver aussehen und zugehen.
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Eine Heimstatt für alles, was Rollen hat: Am Soester Naugardenring gibt es einen Skaterplatz – ähnlich soll es in Welver aussehen und zugehen.

Seit Jahren träumen die Skater davon, jetzt machen Politik und Verwaltung ihnen konkret Hoffnung: Zentral im Kreis Soest könnte bald eine neue Anlage entstehen.

Welver – Es wird ganz sicher noch ein langer Weg, bis sich die Kinder und Jugendlichen aus Welver über eine Skateranlage freuen können. Aber auch dieser beginnt, wie jeder andere auch, mit einem ersten Schritt.

Diesen gingen einige Familien und begeisterte Skater bereits am 1. Dezember 2020, als sie zu „Anregungen und Beschwerden“ in dieser Angelegenheit einen Antrag mit Unterschriftenliste an den für diese Bürgermitwirkung zuständigen Haupt- und Finanzausschuss (HFA) richteten.

Noch ist es eine Wiese, aber hier könnte in den kommenden Jahren eine Skateranlage entstehen, so die Signale aus der Politik in Welver.

Der HFA begrüßte das Ansinnen der Antragsteller und beschloss einstimmig, die Angelegenheit zur weiteren Beratung in die erste Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz am 27. Januar zu verweisen. Da diese Sitzung wegen Corona ausfallen musste, gab es alternativ eine Online-Infoveranstaltung – hier bewerteten alle Fraktionen das Projekt grundsätzlich positiv.

Und auch Bürgermeister Camillo Garzen sagt: „Als Bürgermeister der Gemeinde freue ich mich über das große Engagement und die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, ihre Idee eines Skateparks in Welver umzusetzen und dabei das Thema direkt in die politische Beratung zu tragen. Es ist wichtig, dass sich die Bürger, insbesondere die Kinder und Jugendlichen, an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde unmittelbar beteiligen können. An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei den Antragstellern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir werden uns des Anliegens annehmen und gemeinsam mit der Politik beraten, inwiefern und an welchem Standort ein Skatepark in Welver in Verbindung mit Verweilmöglichkeiten und weiteren Aktivitäten zukunftsfähig realisiert werden kann.“

Pläne für Skateranlage in Welver: Bebauungsplan müssen geändert werden

Grundsätzlich sei, um die freie Fläche im Sportzentrum hinter dem Dojo des Judo-Clubs-Welver nutzen zu können, zunächst eine Änderung des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes nötig.

„Eine Skateranlage wäre auf dem Gelände dort sicher sinnvoll platziert, aber ohne die entsprechenden rechtlichen Grundlagen eben nicht nutzbar“, erklärt Jürgen Scholz von der Gemeindeverwaltung. Jugendtreffleiterin Ingrid Ries weiß um die Wünsche der Kinder und Jugendlichen und wie viele von Ihnen, rund 50 Aktive, seit Jahren regelmäßig die Angebote in den Nachbarorten nutzen, um ihrer sportlichen Betätigung nachzugehen.

Ein Musterangebot mit einem Investitionsvolumen von 350 693 Euro liegt vor, ausgehend von einer geplanten Fläche von 1850 Quadratmetern inklusive Bänke und Unterstand sowie Beleuchtung. „Eine Grundversorgung mit Toiletten und eine Betreuung durch Ersthelfer wären durch die Nähe zum Jugendtreff gewährleistet“, so Ries.

Die Unterhaltung und Trägerschaft der Skateranlage sollte, wie bei gemeindeeigenen Spiel- und Bolzplätzen üblich, bei der Gemeinde angesiedelt sein. Workshops zur Einbindung von Jugendlichen in die Planungen könnten über die Verfügungspauschale für mobile und offene Jugendarbeit abgerechnet werden.

Skaterplätze im Umkreis

In Soest gibt es im Stadtpark einen Skaterplatz, der 2016 mit der Planungsfirma DSGN Concepts aus Münster gebaut wurde. Die Stadt Werl ist aktuell mit der Firma Landskate GmbH aus Köln an der Neugestaltung des Skaterplatzes am Freibad tätig. Für beide Plätze wurden die zukünftigen Nutzer über Workshops mit in die Planung einbezogen. Auch für Welver wird es als optimal angesehen, mit einer Planungsfirma zu arbeiten, die bereits Erfahrungen mit der Skateparkerrichtung und den damit verbundenen Vorschriften hat.

Für die erheblichen Kosten zur Entstehung der Anlage müssten zudem Fördergelder generiert werden, da diese von der Gemeinde Welver sonst keinesfalls zu stemmen wären.

Pläne für Skateranlage in Welver: Erhebliche Kosten

Aus diesem Grund wurde bei der letzten HFA-Sitzung am 19. Mai, die abermals im Online-Modus stattfinden musste, das Thema weiter bis in den September vertagt. Bis zur nächsten Ausschusssitzung sollen dann die Fördermöglichkeiten geprüft und der genaue Bedarf ermittelt werden.

Zudem ist angedacht, sich noch einmal mit den Antragsstellern in Verbindung zu setzen.

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