Pläne für Raiffeisen-Gelände

Entscheidung bis September: Erwitter will Leben nach Welver bringen

Der Raiffeisen-Turm in Welver wird in diesem Jahr noch nicht abgerissen.
+
Der Raiffeisen-Turm in Welver wird in diesem Jahr noch nicht abgerissen.

Michael Stadler ist zuversichtlich gestimmt. Der Geschäftsführer der MD-Projekt GmbH aus Erwitte ist davon überzeugt, dass es in Welver jetzt vorwärts geht.

Welver - „Das Thema Siedlungsflächenüberhang existiert in Welver schon seit Jahren, wurde aber immer wieder auf die lange Bank geschoben. Die neuen Köpfe aber bringen was, sie müssen jetzt die Suppe auslöffeln, die ihnen eingebrockt worden ist.“

Als Eigentümer der 4300 Quadratmeter großen ehemaligen Raiffeisen-Fläche ist er davon abhängig, dass die Gemeinde den Anforderungen der Bezirksregierung Arnsberg gerecht wird und den Siedlungsflächen-Überhang reduziert. Nur dann dürfte von der Arnsberger Regierung grünes Licht gegeben werden für die Umsetzung des Projekts auf dem großen Gelände an der Ladestraße.

„Die Öffentlichkeit mag den Eindruck haben, dass nichts passiert“, gesteht Stadler ein. Doch das sei mitnichten der Fall. Vielmehr werde viel im Hintergrund gearbeitet, zumal die Corona-Bedingungen eine andere Vorgehensweise gar nicht ermöglichen würden. „Wir kungeln aber nicht“, betont er, dass konstruktiv in Online-Sitzungen gearbeitet werde.

Das habe er auch unlängst erfahren, als er der Welveraner Politik sein Konzept vorgestellt habe. Darin ist auch der 700 Quadratmeter große Parkplatz eingebunden, auf dem momentan die Altglas- und Altkleider-Container im Schatten des großen Raiffeisen-Turms stehen. „Wir werden uns da abstimmen mit dem Planungsbüro, das den Bahnhofs-Vorplatz gestalten wird“, werden laut Stadler noch in diesem Jahr Nägel mit Köpfen gemacht.

„Ich will nicht bis 2024 warten, ehe die Bahn den Haltepunkt neu gestaltet hat mit den Unterführungen“, will Stadler Gas geben. Bis September sollten die Pläne so reif sein, dass sie vorgestellt werden könnten. Denn er habe viele Anfragen von Ärzten und Therapeuten. Auch der Plan für eine Tagespflege liege in der Schublade, berichtet der Erwitter von vielfältigem Interesse, auf dem Gelände neben der Wohnbebauung auch Einrichtungen zu integrieren, die beitragen würden zur Entwicklung eines seniorengerechten Quartiers.

„Ich will lieber morgen als übermorgen loslegen, um Leben in den Ort zu bekommen“, ist auch eine Gastronomie mit einem Außenbereich in Reichweite des künftigen Bahnhaltepunktes realisierbar. In dessen Nähe könnten beispielsweise auch die kürzlich ins Spiel gebrachten E-Bike-Ladestationen installiert werden. Noch aber präsentiert sich das Gelände in dem seit Jahren bekannten Zustand, noch steht der Raiffeisen-Turm, wird wohl auch erst im nächsten Jahr abgerissen.

Bis dahin soll der Schandfleck – von Welveranern augenzwinkernd als „UNESCO-Weltkulturerbe“ tituliert – aber aufgehübscht werden. Am Freitag soll ein Graffiti-Künstler mit einer Hebebühne in luftige Höhen befördert, um beide Seiten der Metall-Hülle im Sinne der Aktionen „Wir sind bunt“ zu besprayen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare