Frauen bei den Schützen

Pink Ladies wollen Scheidinger Schützenbrüder in Schwung bringen

Männersache  bislang: Die Scheidinger marschieren
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Männersache bislang: Die Scheidinger marschieren

Jetzt kommt Farbe in die Schützenbruderschaft St.-Hubertus-Scheidingen. Denn die Pink Ladies werden künftig als eigene Gruppe und ausschließlich weiblichen Mitgliedern den Verein bereichern.

Scheidingen – Käthe Prott und Christina Prott-Nuhanovic feilen seit vielen Wochen an der Idee, mit einer Frauengruppe das Schützenfest in Scheidingen mitzugestalten. Jetzt haben sie eine Gruppe von Mitstreiterinnen gefunden, die sie dabei unterstützen.

„Wenn wir am Schützenfest auf den Schützenplatz kommen, sitzen die Männer in ihren Runden fest und haben ihre Anlaufpunkte. Wir Frauen haben dann die Aufgabe, hinter den Kindern herzulaufen oder nach Hause zu gehen“, formulieren sie bewusst überspitzt die Situation, aus der ihre Überlegung entstanden ist.

Gemeinsam mit 26 Frauen haben sie auf der Hauptversammlung einen Aufnahmeantrag gestellt und den Schützen ihre Idee vorgestellt. Dort sind sie mit offenen Armen aufgenommen worden (wie berichtet). Zunächst wollen sie aber nur am Schützenfest-Samstag im Zug mitmarschieren, neben schwarzer Hose und einem frei wählbaren, aber weißem Oberteil wird eine pinkfarbene Umhängetasche mit einem Logo das Erkennungszeichen der Pink Ladies werden.

Ein Verhaltenskodex soll Zwist in der Gruppe verhindern. „Da unterschiedlichste Frauen zusammenkommen, steht an oberster Stelle die Toleranz. Dies haben wir in unseren Statuten geregelt“ erläutern sie. „Das Ziel ist ein freundlicher, hilfsbereiter und offener Umgang miteinander, um bei anstehenden Festivitäten in fröhlicher Runde miteinander zu feiern“.

Ganz wichtig, dass betonen beide im Anzeiger-Gespräch ausdrücklich: es soll niemand ausgeschlossen werden. Jeder einzelne soll sich akzeptiert und willkommen fühlen. Dabei haben sie vor allem auch die jüngere Generation im Blick. Denn bisher fehlte eine Anlaufstelle für ausscheidende Jungschützinnen. „Die jungen Männer haben die Avantgarde, die Frauen hatten nichts“. Das soll sich nun ändern.

Dass der Altersunterschied vielleicht problematisch sein könnte, ist ihnen bewusst. Aber sie hoffen, dass gleich eine bestehende Gruppe zu ihnen wechselt, dann ist die Hemmschwelle, zu den „Alten“ zu kommen, vielleicht nicht ganz so groß.

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