Interview mit Welvers Umzugs-Organisator Ulrich Becker

Welver - Die „Hoch-Zeit“ des Karnevals steht bevor. In Welver machen sich fünf Motivwagen bereit und 1000 in allen Varian-ten kostümierte Narren fiebern dem Weiberfastnachtsumzug  entgegen. Michael Dülberg sprach über den Umzug und die große Fete mit Organisator Ulrich Becker. 

Der 62-jährige Bochumer lebt seit über 30 Jahren in Soest und hilft dem SV Welver schon seit Jahren, den Umzug und die Party auf die Beine zu stellen. 

Seit wann haben Sie mit dem Karneval in Welver zu tun? 
Ulrich Becker: Schon seit 30 Jahren. 

Wie hat das angefangen?
Becker: Die Gemeinde Welver hatte die Firma meiner Frau „Gastronomie für Feste“ damals kurzfristig angesprochen, ob wir das Schützenfest bewirtschaften können. Da sind wir drei Wochen vor dem Fest eingesprungen. So kamen wir mit der Gemeinde ins Gespräch und haben das erste Mal die Halle bewirtschaftet. Seither gibt es auch die Zusammenarbeit mit dem SV Welver. 

Zusammenarbeit, die sich jetzt auch verstärkt auf den Weiberfastnachtsumzug fokussiert? 
Becker: Ja, durch die höheren Sicherheitsauflagen und die damit verbundenen höheren Kosten kann der Karnevals- und Förderverein des SV Welver als Veranstalter das finanzielle Risiko nicht mehr alleine tragen. Und da sind wir jetzt eingestiegen und kümmern uns quasi um die gesamte Organisation vom Karnevalsumzug und die Bewirtung der Bördehalle an Weiberfastnacht. Im Prinzip fängt die Arbeit an bei uns mit den TÜV-Abnahmen der einzelnen Wagen, eine Mitarbeiterin vom SV Welver kümmert sich darum, dass die Beteiligten Wagen- und Fußgruppen angeschrieben werden, um sich anzumelden. Wir kümmern uns um die Baugenehmigung, den Aufbau für das Zelt auf dem Marktplatz und um die Erlaubnis für den Umzug mit den dazugehörigen Straßensperren. Ebenso werden die Kapellen bestellt und die erforderlichen Anmeldungen bei der GEMA für die DJ´s und die Umzugskapellen erledigt.

Seit der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg sind die Sicherheitsbestimmungen auch für Open-Air-Veranstaltungen drastisch verschärft worden! Was bedeutet das für den Umzug in Welver?
Becker: Wir haben ein umfangreiches Sicherheitskonzept erstellt, das nach Absprache mit dem DRK, mit der Polizei, mit der Feuerwehr, mit dem Ordnungsamt der Gemeinde und weiteren Beteiligten abgestimmt ist. Das Sicherheitskonzept ist überprüft und von der Gemeinde genehmigt worden. Die Genehmigung für das Zelt am Rathausplatz und für die Wegstrecke des Umzuges von der Bördehalle bis zum Rathaus wird vom Kreis Soest erteilt. Hier finden wir von den beteiligten Institutionen große Unterstützung. 

Haben Sie vor, den Karnevalsumzug in Welver zu verändern, zum Beispiel mit mehr Mottowagen zu vergrößern? 
Becker: Das ist schon allein deshalb schwierig, weil es immer weniger Leute gibt, die bei solchen arbeitsintensiven und schwierigen Projekten mitarbeiten. Insofern sind wir froh, dass wir unsere fünf Mottowagen haben und wir tragen auch die Kosten für die TÜV-Abnahme. 

Wie groß wird der Umzug an Weiberfastnacht 23. Februar, in diesem Jahr? 
Becker: Wir gehen ähnlich wie im vorigen Jahr wieder von tausend Teilnehmern in vielen tollen Kostümvarianten und den fünf Mottowagen aus. 

Auf Ihrem Flugblatt zum Umzug benennen Sie etliche Sponsoren? 
Becker: Ja, denen sind wir natürlich sehr dankbar, dass sie den Weiberfastnachtsumzug unterstützen. Ohne deren Sponsoring wäre der Umzug des Karnevals- und Fördervereins des SV Welver gar nicht möglich. 

Was würden Sie gerne am Umzug verbessern? 
Becker: Da gibt es nicht so viel zu verbessern. Das Wichtigste ist doch, die ansteckend gute Laune bei den Aktiven und den mehreren tausend Zuschauern am Straßenrand. Das merkt man schon, wenn sich die zahlreichen Gruppen auf dem Parkplatz vor der Bördehalle treffen und auf den Umzug einstimmen. Das ist für mich auch ein wunderschönes Bild, wenn die da alle auf einem Haufen stehen und dem Start entgegenfiebern. Und wenn es dann endlich losgeht, ist eine Super-Stimmung. So sollte, es wenn es nach mir geht, auch in Zukunft so bleiben.

Quelle: Soester Anzeiger

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