Scheidingen trauert um Meinolf Volke

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Ehefrau Sophia kümmerte sich zu Hause in Scheidingen in den letzten Jahren um Meinolf Volke

Scheidingen - Nahezu jeder in Welver kennt den Lokführer Meinolf Volke. Nicht nur von der Eisenbahn, sondern vor allem vom Anzeiger, für den er viele Jahre als freier Mitarbeiter unterwegs war. Am Dienstag ist Meinolf Volke gestorben.

Kaum ein Schützenfest, das er nicht als Reporter begleitete, kein Verein, bei dem er nicht den neuen Vorstand ablichtete. Der Volke-Daumen – nach oben wenn alles passte – war sein Markenzeichen. Am Dienstag dieser Woche ist Meinolf Volke nach langer schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben. Meinolf Volke war ein echtes Scheidinger Urgestein. In seinem Elternhaus am Hahnenkopf 27 wurde er geboren, von hier aus lebte er fortan auch sein ganzes Leben. In seinem Beruf als Lokführer bei der Deutschen Bundesbahn war er viel unterwegs, privat aber zog es ihn nicht in die weite Welt hinaus. Der Poahlbörger Meinolf Volke interessierte sich für seine Scheidinger und Welveraner Mitbürger. Das Vereinsleben begleitete er stets mit großer Aufmerksamkeit und einem Gespür für die wichtigen Themen vor Ort. Als Kenner der Scheidinger Ortsgeschichte war "vo" - so lautete sein Kürzel beim Anzeiger - immer wieder ein gefragter Gesprächspartner. Legendär in Welver sind noch heute seine Auftritte als Fotograf bei Schützenfesten. Seine große Stunde schlug, wenn er zum Hofstaat-Foto auftauchte. Er sortierte die Beteiligten fürs perfekte Bild solange geduldig, bis auch alle Größen und Farben zusammenpassten. Aber keiner konnte ihm deswegen böse sein, die Mühe wurde stets durch Spitzenfotos belohnt, bei denen auch jedes Prachtgewand im schönsten Licht erstrahlte. Die Gesundheit ließ es seit einigen Jahren nicht mehr zu, dass der gebürtige Scheidinger seiner Leidenschaft als Reporter nachgehen konnte. Das Interesse am Geschehen in seiner Umgebung war aber ebenso geblieben wie seine sympathische Art. Meinolf Volke hinterlässt seine treu sorgende Ehefrau Sophia sowie Sohn Dennis. „Wer kommt, der kommt“, das war die Parole, die schon bei seinem 70. Geburtstag für die Besucher galt. So soll es auch jetzt sein, bei seinem letzten Geleit. Der Anzeiger schließt sich den Beileidsbekundungen an. „Mach's gut und allzeit genug Dampf auf dem Kessel, Meinolf Volke!“ 

Trauerfälle und Kondolenzbücher unter www.trauer.de.

Quelle: Soester Anzeiger

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