Loh-Hof feiert 800-jähriges Jubiläum

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Man muss das Eisen schmieden, so lange es heiß ist – diese Devise gilt auch auf dem Loh-Hof.

Recklingsen – Wenn ein alter Hof sein 800-Jähriges feiert, ist genau die richtige Beschäftigung für einen Feiertag bei durchwachsenem Wetter – jedenfalls wenn es sich bei dem Hof inzwischen um ein Freilichtmuseum handelt.

„Wir wollten eigentlich gar nicht so lange bleiben, aber jetzt sind wir schon drei Stunden hier“, erklärt eine junge Frau und lacht. Ihre Tochter hatte das kurzweilige Unterhaltungsprogramm sehr genossen und damit war Langeweile ein Fremdwort. Dass das Jubiläum „800 Jahre Loh-Hof“ gebührend gefeiert werden sollte, daran hatten die Besitzer Joachim Ritter und Kazhal Akbari nie einen Zweifel. 

Und so bekam die Idee zum Jubiläumsfest während der vergangenen Monate ein immer bunteres Gesicht, das die Organisatoren den rund 400 Gästen dieses Tages nur zu gerne zeigten. „Wir sind total begeistert von unserer Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Welver, der mit den Männern von der Seilergruppe und den Damen am Spinnrad Jung und Alt gleichermaßen in Erstaunen versetzte“, so Joachim Ritter.

Tosenden Applaus gab es für die Tanzgruppe „Firlitanz“ aus Soest, die bei ihren Auftritten die Zuschauer nicht nur in ihren Bann zogen, sondern auch gleich mit einbauten. „Aktiv mitmachen, statt passiv zuschauen“, lautete deren Devise. „Schreib mal was in Sütterlin“, war die Aufforderung von Angela Nordmann an alle Festbesucher, sie hatte zudem Kinderspiele aus längst vergangenen Zeiten für diesen Tag vorbereitet – Sackhüpfen inklusive.

800 Jahre Loh-Hof

Und auch der ehemalige Loh-Hof Besitzer Peter Koziol hatte bei seinen drei Museumsführungen viel zu tun, das umfangreiche Wissen über die vielen Exponate an die rund 80 aufmerksamen Zuhörer weiterzugeben. Das Leben auf dem Loh-Hof früher und heute zieht die Menschen immer wieder in ihren Bann. So auch die Zuckerrübenernte im Wandel der Zeit, die Friedrich Gerwin anschaulich mit viel Material zum Anfassen vor der Deele drapiert hatte. 

Damit auch die Zukunft des Freilichtmuseums genauso spannend weiter geht, haben die Hofherren das nächste Schmankerl in der Planung: „Wir werden noch in diesem Jahr eine originale Schuhmacher-Werkstatt hier auf den Hof bekommen“, verrät Ritter. Dazu wird ein kompletter Raum mit den Werkstattutensilien gefüllt, darunter auch eine Schusterkugel, die der aktuelle Besitzer mit zur Verfügung stellen wird. Was genau es damit auf sich hat, ist die spannende Frage, die ganz sicher beim nächsten Besuch auf der historischen Gutshofanlage geklärt werden kann.

Quelle: Soester Anzeiger

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