Experten raten zur Bad-Sanierung

Welver – Legionellen! Deshalb ruht seit Ende März der Betrieb im Lehrschwimmbecken. Die gute Nachricht: Am 11. Juni soll der Badespaß wieder starten.

 „Den angepeilten Termin werden wir auf jeden Fall halten“, versichert Detlev Westphal von der Gemeindeverwaltung. Die Filterbefüllung ist bereits erfolgt und die Inbetriebnahme noch in dieser Woche geplant. Nach einem Probebetrieb von zwei Tagen erfolgt eine Beprobung durch das Hygieneinstitut; die Wartezeit, bis das Ergebnis vorliegt, beträgt etwa 14 Tage. Ist das astrein, kann die Freigabe vom Gesundheitsamt des Kreises Soest erfolgen.

 Auftakt des Projekts „Sanierung des Lehrschwimmbeckens“ als gemeinsames Projekt der Fachbereiche 2 und 3 war der 17. April. Zum Start der Sanierungsmaßnahmen fand ein gemeinsamer Ortstermin mit einem Ingenieurbüro für Wasseraufbereitung, einem Vertreter einer Wassertechnikfirma, sowie dem Gesundheitsamt des Kreises Soest statt. 

Am 25. April wurden mit den ersten technischen Arbeiten begonnen, zurzeit erfolgt die Wasserbefüllung der entsprechenden Behälter und des Beckens, sowie die Desinfektion des gesamten Systems einschließlich der Rohrleitungen. Die Kosten belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Ziel war von Anfang an, den Badebetrieb „möglichst kurzfristig und mit einem vertretbarem Aufwand wiederherzustellen“, heißt es in einer Sitzungsvorlage der Verwaltung zum Ausschuss für Generation, Bildung, Kultur und Soziales, der am kommenden Mittwoch, 29. Mai, um 17 Uhr im Rathaus zusammentritt.

 Mit der eiligen Sanierung ist es auf Dauer nicht getan. Sie ist nur eine Übergangslösung. Experten empfehlen dringend die Komplettsanierung der Technik. Und zwar möglichst bald, spätestens aber in fünf Jahren. Eine Investition, die die jetzigen Sanierungskosten um ein Vielfaches überschreiten dürften. Immerhin wurde in den letzten Wochen die Technik des Schwimmbades komplett überprüft. Gecheckt wurde auch der Hubboden im Bad, der die Höhe des Wasserstandes regelt. Der wurde gewartet und ist in Ordnung. Das ist gut, denn gerade der Hubboden entpuppte sich immer wieder als anfälliger Kostenverursacher.

 Die CDU hatte bereits 2017 massive Investitionen ins Lehrschwimmbecken gefordert. Wichtig ist es Fraktionschef Wolfgang Daube grundsätzlich, den Schwimmunterricht in der Grundschule der Gemeinde Welver weiter durchführen zu können. Die Verwaltung müsse das Thema „im Auge zu behalten“, forderte Daube. 

Das Bad hat mittlerweile rund 50 Jahre auf dem Buckel. In den letzten Jahren hat sich die Anlage relativ unauffällig präsentiert, nachdem es in früheren Zeiten öfter Probleme gab. Der letzte größere Schaden entstand im Sommer 2014, als nach einem Starkregen der Heizungsraum geflutet wurde.

Quelle: Soester Anzeiger

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