Lehrschwimmbecken: Sanierungskonzept für 21.350 Euro

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Das Schwimmbad wird immer wieder zur Baustelle. Derzeit legen Fachleute der Verwaltung nahe, eine Überarbeitung der kompletten technischen Anlage vorzunehmen.

Welver – Soll in Welver ein neues Schwimmbad gebaut werden oder macht es Sinn, das bestehende Lehrschwimmbecken an der Bernhard Honkamp Grundschule zu sanieren?

Mit dieser Frage beschäftigen sich Politiker und Verwaltung spätestens seit der Feststellung von Legionellen im Filtersystem im vergangenen Jahr. Schon damals mussten rund 25 000 Euro aufgewendet werden, um das Bad beziehungsweise die Filter und Leitungen von den Bakterien zu befreien und wieder nutzbar zu machen. 

Thema in Hauptausschuss 

Am kommenden Mittwoch berät der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung ab 17 Uhr im Rathaus über eine „Empfehlung für die weitere Vorgehensweise“. Die beteiligten Firmen legten der Verwaltung nach den Bauarbeiten zuletzt nahe, relativ kurzfristig eine Überarbeitung der kompletten technischen Anlage vorzunehmen, um den zuvor aufgelaufenen Sanierungsstau abzuarbeiten.

Welche Maßnahmen, welche Kosten?

Jetzt geht es also um die Frage, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um das Bad dauerhaft zu erhalten und welche Kosten das verursachen würde und um die mögliche Alternative, ein neues und modernes Bad zu errichten, das energiesparend und zukunftsweisend wäre. Um mehr Klarheit über die Kosten für eine Sanierung zu finden, schlägt die Verwaltung den Politikern jetzt vor, das Ingenieurbüro Willert für Wassertechnik in Zusammenarbeit mit der Architektur- und Planung GmbH Neugebauer mit der Entwicklung eines Konzeptes für die Erhaltung des Schwimmbades zu beauftragen. Die Kosten dafür hat das Ingenieurbüro Willert in einem Angebot auf rund 21350 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) veranschlagt. Die Kosten könnten durch das Programm Gute Schule 2020 aufgebracht werden, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Danach, wenn es mehr Klarheit zu den Kosten gebe, wäre es offenbar leichter, eine Entscheidung zu treffen, ob das alte Bad erhalten bleibt oder ein neues im Hinblick auf Zukunft und Sparsamkeit sinnvoller wäre. 

Beratung über den Haushalt 2020

Der Rat hat außerdem das Thema Haushalt 2020 auf der Tagesordnung. Zu Beginn der Sitzung wird das umfangreiches Zahlenwerk diskutiert. Kämmerer Camillo Garzen rechnet zurzeit mit einem positiven Jahresabschluss 2020 bei einem Überschuss zwischen 60 000 bis zu 100 000 Euro. Schließlich geht es noch um die Satzung für die Erhebung von Standgebühren auf dem Wochenmarkt auf dem Rathausplatz. Die Verwaltung schlägt den Politikern auch noch eine Neufassung für die Hundesteuersatzung vor, da die Hundesteuersatzung der Gemeinde seit 1996 gültig und zuletzt 2011 novelliert worden ist und somit veraltet. Die Satzung muss jetzt neuer Gesetzgebung angepasst werden und soll auch moderat erhöht werden, da Welver bei der Steuer relativ gering liegt.

Kampfhunde sollen teurer werden

Insbesondere die Steuern für so genannte Kampfhunde sollen erhöht werden. Am Ende berichtet die Verwaltung über die Bildung von Eingangsklassen an den beiden Grundschulen in Welver zum kommenden Schuljahr 2020/2021. Erwartet werden dann 106 Schüler, die auf Bernhard Honkamp Grundschule (66) und Grundschule Borgeln (34) sowie sechs Auswärtige verteilt werden.

Mülleimer werden gezählt

Weitere Tagesordnungspunkte bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sind die Satzungen für die Abfallentsorgung und das Abwasser sowie die Gebührenkalkulationen für die Nutzung der Leichenhalle in Welver und deren Nutzungsgebühren. Neuigkeit hier: Die angekündigte Inventur der Abfallbehälter soll laut Kämmerer Camillo Garzen wie vom Rat beschlossen durchgeführt werden, weil die Gebühren für die Müllentsorgung insgesamt stabil bleiben werden.

Quelle: Soester Anzeiger

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