Entscheidung am 12. Dezember

Ladestraße: Seniorenwohnungen statt Einzelhandel

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Rund um das Silo sollen Wohnungen entstehen. Eine gewerbliche Nutzung lehnt der Hauptausschuss mehrheitlich ab.

Welver - Weitere Geschäftsansiedlungen im westlichen Bereich der Ladestraße, womöglich sogar ein Discounter – das soll auf jeden Fall verhindert werden. Der Hauptausschuss hat sich mehrheitlich für eine Festlegung des Bereiches für den seniorengerechten Wohnbau ausgesprochen.

Die letzte Entscheidung hat der Rat in seiner Sitzung am 12. Dezember. „99,9 Prozent der Bürger wollen dort eine Wohnbebauung“, begründet Monika Korn (FDP) die klare Absage von SPD, Welver 21, Grünen und Liberalen an weitere Geschäftsansiedlungen in diesem Bereich. Dieser Wille sei bei den verschiedenen Werkstattgesprächen im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) klar formuliert worden.

Mit der Umsetzung des ISEK müsse jetzt begonnen werden. Das Votum für eine Wohnbebauung und gegen Gewerbe ist nach Ansicht von Klaus-Theo Rohe ein wichtiger Schritt. Kritik richtete sich an die Verwaltung, die nach Ansicht der vier Fraktionen hinter dem Rücken der Politik bereits mit einem Investor verhandelt hat. „Die Kernfrage ist: Wer übernimmt die Planungshoheit?“, so Rohe. Die Antwort liefert er gleich mit: „Das sollten wir sein.“

Investor muss mit Gemeinde und Rat klarkommen

CDU und BG zeigen sich offener, was die Zukunft des Bereiches angeht. Michael Schulte (CDU) findet, Einzelhandel müsse möglich bleiben – „wir wollen keine Verhinderungsplanung machen“. Sein Vorschlag: Die Gespräche mit dem Investor abwarten. Auch Tim-Fabian Römer (BG) mahnt, sich nicht jetzt schon kategorisch gegen jeglichen Einzelhandel festzulegen. Ähnlich sieht es Bürgermeister Uwe Schumacher.

So oder so müsse der Investor mit der Gemeinde und dem Rat klarkommen. Über die Form der Bebauung werde sicher noch gesprochen. Wirtschaftsförderer Detlev Westphal geht sogar einen Schritt weiter. Der zentrale Versorgungsbereich beziehe sich schließlich nicht nur auf den Raiffeisen-Bereich, sondern gehe bis zur Ladestraße. „Da kann ich mir Gewerbe sehr gut vorstellen“, betont Westphal. Die Kritiker ruft er auf, realistisch zu bleiben: „Die Investoren fahren hier nicht vorbei und wedeln mit den Scheinen.“

Quelle: Soester Anzeiger

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