Frisch und fit ins neue Jahr

Kreisschützenfest, 800. Geburtstag und neues Fitnessstudio: Das erwartet Welver 2020

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Welver hat nun auch ein Fitnessstudio: An der Werler Straße, wo bislang nur geboxt wurde, können ab jetzt auch Kilos bekämpft werden.

Welver – Kreisschützenfest in Dinker, Herbstkirmes in Scheidingen und der 800. Geburtstag von Illingen: Das sind nur ein paar der Termine, die 2020 in Welver anstehen. Auch in der Wirtschaft tut sich viel.

„Wir sehen uns im neuen Jahr in alter Frische“, stand auf einer Weihnachtskarte. Spätestens jetzt sollte sie also da sein, die alte Frische, die sich gepaart mit neuem Schwung und Elan in ein neues Jahrzehnt aufmacht. Und während die einen noch nach ihrer aktuellen Tagesform suchen, die anderen die ersten Neujahrsvorsätze schon wieder über Bord geworfen haben und die Sternsinger an ihren Roben fürs Wochenende basteln, ist es spannend, einen Blick nach vorne zu riskieren und zu schauen, was Welver im Jahr 2020 erwartet. 

„Ran an den Weihnachts- und Winterspeck“ ist sicherlich ein viel gepriesener Neujahrsvorsatz. Wer in Welvers neuem Fitnessstudio „Get Yourself“ an der Werler Straße den Kilos den Kampf ansagen möchte, hat dort eine breite Auswahl an Sportmöglichkeiten. Brandneu ist der Funktional-Fitness-Bereich, der genau heute eröffnet wird. „Zeitnah hoffe ich auch auf die Fertigstellung des Sauna- und Yoga-Meditationsbereichs und der Lounge“, so Inhaber Bernd Remken. Und auch wenn seine Leidenschaft im Kampfkunstbereich des Studios liegt, das EMS-Training, das er anbietet, hält er ebenfalls für äußerst effektiv. 

"Essen im Quadrat"

Ganz schön viel Hunger kann beim „Essen im Quadrat“ am 23. Januar in der Scheidinger Schützenhalle gestillt werden. Mehr als 200 Teilnehmer verköstigen sich gegenseitig und dinieren gemeinsam. Ob es danach ein weiteres Treffen mit mutmaßlich mehr als 800 Teilnehmern gibt, ist noch nicht ganz sicher. Vielleicht mit einer Picknick-Variante auf Fingerfood-Basis – ganz locker, ohne Menüzwang und Tischdecke. 

Bereits zehn Jahre ist es her, dass die alte Vikarie in Kirchwelver zur „Herberge“ für die Caritas-Sozialstation wurde. Am 19. Januar steigt das Geburtstagsfest: „Alle sind zur Festmesse mit anschließendem Empfang im Bernhardhaus eingeladen“, sagt Pastor André Aßheuer. 

Premiere: Das Prinzenpaar Conny I. (Gölitz) und René I. (Reuß) wurde in den „Närrischen Landtag“ eingeladen.

Närrische Zeiten haben bereits seit dem 11. November wieder Saison. Für die amtierenden Regenten des SVW Karnevals, René I. (Reuß) und Conny I. (Gölitz), wird es eine ganz besondere Session. Sie haben eine Einladung in den „Närrischen Landtag“ nach Düsseldorf erhalten, die sie am 11. Februar gerne wahrnehmen. Es ist das erste Mal, dass diese Einladung in die Gemeinde Welver ging. Und zum Weiberfastnachtsumzug am 20. Februar, unter dem Motto: „Narren an die Macht, in Welver wird gelacht“, laden sie schon jetzt alle ein, die jeck sind oder es gerne einmal werden wollen. 

Das Freilichtmuseum Loh-Hof in Recklingsen freut sich auf die Eröffnung seiner originalen Schneider- und Schuhmacherwerkstatt am 21. Februar. Und weil hier auch sonst alles absolut echt ist, wird am 26. Juli die neue „Loh-Hof-Rose“ offiziell getauft. „Natürlich machen wir auch beim Tag des offenen Denkmals im September mit“, freut sich Inhaber Joachim Ritter, dessen bunte Programmmischung für 2020, bestehend aus Kleinkunst und Thementagen, interessanten Vorträgen und Kinderevents, jede Menge Kultur in historischer Kulisse verspricht. 

Das Freilichtmuseum Loh-Hof in Recklingsen freut sich auf die Eröffnung seiner historischen Schneider- und Schuhmacherwerkstatt am 21. Februar.

Der Welveraner Kulturverein mag es in diesem Jahr besonders handwerklich – und da reicht Malerei allein nicht aus. Für eine Vernissage mit allem, was von Hand gefertigt ist und im Herbst im Rathaus ausgestellt werden kann, laufen die Planungen bereits jetzt. Wer selbst noch kreativ tätig werden möchte, sollte frühzeitig durchstarten und sich anmelden. 

800 Jahre Illingen

Illingen wird 800. So alt sieht das Dorf noch gar nicht aus, meinen die einen, andere finden, bis zur Jubiläumsfeier am 29. und 30 August müsse aber nochmal ordentlich Hand angelegt werden, und „aufhübschen“ ist angesagt. Mit vereinter Manpower der verschiedenen Vereinsmitglieder wird auch das sicherlich gelingen. 

Den Druck-Shop von Harmut Sokolski kennt in Welver fast jeder. Das Geschäft für Textildruck und Berufsbekleidung in Dinker vorzugsweise nur jene, die entsprechenden Bedarf am Waren- und Dienstleistungsangebot haben. Dass der Druckshop am Markt bald in neue Hände gehen soll, wurde bereits thematisiert, jetzt sucht der Inhaber auch für das Dinkeraner Geschäft einen Nachfolger. Wird der nicht gefunden, schließe Sokolski den Laden zum Herbst selbst. 

Dinker freut sich auf das Kreisschützenfest am 5. September. „Wir rechnen mit 1500 Gästen“, sagt der amtierende König Holger Joneleit. „Das wird eine tolle Veranstaltung, bei der es sich lohnt, dabei zu sein.“ 

Die Kirchengemeinde Niederbörde reist ebenfalls im September zu den Passionsspielen nach Oberammergau, die dort bekanntlich nur alle zehn Jahre stattfinden. „Das wollen wir nicht verpassen“, sagt Pastor Werner Vedder. Er selbst widmet sich im Anschluss für fünf Monate einem Kontaktstudium der Kirchengeschichte und ist überzeugt: „Das wird spannend.“ 

Herbstkirmes

Vom 2. bis 4. Oktober lädt der Kirmesverein zur Scheidinger Herbstkirmes ein und freut sich zugleich über sein 20-jähriges Bestehen. „Da der Termin direkt über den Tag der Deutschen Einheit geht, könnte Vormerken hilfreich sein“, ist der Vorsitzende Martin Schlüter überzeugt. 

Klosterkapriolen gibt es seit der Gründung der ökumenischen Theatergruppe 2016 jedes Jahr „open air“ in Kirchwelver. 2020 heben die Laienschauspieler das winterliche Pendant aus der Taufe und laden in der Adventszeit vom 11. bis 13. Dezember auf Osthofs Deele zu vier Vorstellungen rund um westfälische Weihnachtsgeschichten ein. 

Neuer Kunstrasen

Und auch sonst wird in Welver 2020 so einiges instandgesetzt. Die beiden Grundschulen in Welver und Borgeln freuen sich auf einen weiteren digitalen Ausbau mit entsprechendem Equipment sowie neues Mobiliar. Der Bürgermeister verspricht den Ausbau der Wirtschaftswege und des Radwegekonzeptes. Die beiden Kunstrasenplätze des SV Welver und des SuS Scheidingen werden „grunderneuert“. Und last but not least wird die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds wieder in den Fokus rücken. 

Wem das alles noch nicht reicht, der hat die nächsten 364 Tage Zeit, seiner eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen und mit spannenden Ideen und Projekten dafür zu sorgen, dass der „Mittelpunkt Westfalens“ noch ein bisschen schöner wird.

Quelle: Soester Anzeiger

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