Knappes „Ja“ für Alleenradweg

WELVER ▪ Mit knapper CDU- und BG-Mehrheit sind am Mittwochabend im Bau- wie auch im Finanzausschuss die Weichen für den interkommunalen Alleenradweg Unna-Bönen-Hamm-Welver gestellt worden. So wird nun Mitte Dezember dem Rat empfohlen, den Bau eines Radweges auf der Krone des seit 30 Jahren stillgelegten Bahndamms nördlich von Scheidingen zwischen der Gemeindegrenze und dem Bahnübergang an der K 14 zu befürworten.

„Das Projekt ist eine tolle Chance, um Welver an das überregionale Radwegenetz anzubinden“, erklärte CDU-Fraktionschef Wolfgang Daube. „Das Projekt ist auch im Zusammenhang mit dem geplanten Radweg entlang der Straße zwischen Scheidingen und Illingen zu sehen“, ergänzte BG-Fraktionschef Jürgen Dahlhoff.

SPD, FDP und Grüne vermissten dagegen Routen-Alternativen nördlich oder südlich des Bahndamms. „Warum brauchen wir einen neuen Radweg, wenn doch Wege genug vorhanden sind?“, fragte SPD-Fraktionschef Klaus-Theo Rohe. Das ganze Konzept sei mit heißer Nadel gestrickt, ginge auf Kosten der Umwelt und „gipfelt darin, dass Unmengen an Steuermitteln verbrannt werden“.

Zudem sei eine Vollkostenübernahme durch das Land sowie den Baulastträger StraßenNRW nicht vorgesehen. „Da kommen in Sachen Unterhalt unkalkulierbare Risiken auf die Gemeinde Welver zu“, ergänzte auch FDP-Ratsmitglied Uwe Heuwinkel. Grünen-Chef Bernhard Weber machte auf den völlig „überdimensionierten Flächenverbrauch“ beim Bau eines Radweges aufmerksam.

Quelle: Soester Anzeiger

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