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Kirchen verzichten auf Präsenz-Gottesdienste

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Von: Detlev Stute

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Leer bleiben die Bänke auch in den Kirchen der evangelischen Gemeinde.
Leer bleiben die Bänke auch in den Kirchen der evangelischen Gemeinde. © Kuhn

Die katholische Pfarrgemeinde St. Maria Welver setzt die Präsenzgottesdienste weiter aus. Das schreibt Pastor André Aßheuer in einem Beitrag für die neuesten Pfarrnachrichten. Dabei stützt er sich auf eine Verständigung zwischen Seelsorgeteam sowie Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, die einstimmig erfolgt sei. Auch in der evangelischen Kirchengemeinde gibt es keine Präsenzgottesdienste bis zum 31. Januar.

Welver – In dem Text von Pastor André Aßheuer heißt es wörtlich: „Die Corona-Lage bei uns bleibt weiterhin höchst angespannt. Trotz Lockdown bewegen sich die Fallzahlen weit jenseits der angestrebten Zielmarke einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50.“ Die Zahlen der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid 19 seien „sehr hoch und die meisten Krankenhäuser im Umkreis im Regelfall überlastet.“

Darum, so der Seelsorger, „entschieden Kanzlerin und Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten eine Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus, verschärften diesen sogar: So dürfen sich Menschen eines Haushalts nur mit einer Person eines anderen Haushalts treffen. Ferner gibt es in Schulen und Kindergärten, anders als ursprünglich geplant, keine Präsenzpflicht.“ Durch die Virus-Mutationen sei zudem eine „neue Lage” entstanden.

Angesichts dieses dynamischen Geschehens habe man sich „im Seelsorgeteam und den Gremien Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand einstimmig verständigt, die Präsenzgottesdienste vorerst bis Ende Januar weiter auszusetzen“, führt André Aßheuer aus. Und er fügt an: „So sehr ein früherer Neustart der Präsenzgottesdienste für den einen oder die andere wünschenswert gewesen wäre und erhofft wurde, muss nichtsdestotrotz die Entwicklung der Pandemie in den kommenden Tagen genau beobachtet werden. In unseren beiden kleinen Kirchen mit noch kleineren Sakristeien ist die Durchführung von Gottesdiensten derzeit nicht verantwortbar, wir können kaum Abstände einhalten.“

Insofern bitte man „um eine große Portion Geduld und um Verständnis und ein Mittragen dieser Entscheidung, die sicherlich keine leichte, aber auch eine Frage der Solidarität ist.“

Kirchen offen

Die beiden Kirchen „sind und bleiben geöffnet von 7 bis 20 Uhr.“ Kerzen könnten somit entzündet werden, „und die Gegenwart Jesu in der Eucharistie lädt uns zum Besuch ein.“

Pastor und Kommunionhelfer „kommen gerne und bringen die Eucharistie in die Häuser, bitte melden sie sich dazu.“ Indes: „Der liturgische und pastorale Schwerpunkt liegt derzeit auf dem von vielen geschätzten Livestream.“

Der in keiner Weise als „One-Man-Show“ wahrgenommene Gottesdienst werde durch viele aus der Gemeinde lebendig und abwechslungsreich mitgestaltet und finde viel Zuspruch. „Unser bester Plan B, weil Plan A eben nicht geht.“ Mehr wolle das Angebot nicht sein, „aber viele hundert Mitfeiernde an rund 450 Rechnern wöchentlich sprechen eine eindeutige Sprache.“

Der Wunsch von Pastor André Aßheuer zum neuen Jahr: „Bleiben wir mit Gott und untereinander verbunden – und bleiben wir gesund!“

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