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Aus zwei macht drei

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Von: Dirk Wilms

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Welvers Bürgermeister Camillo Garzen (links) und Architekt Dino Lilge stellen die Umbaupläne für den Scheidinger Kindergarten vor.
Welvers Bürgermeister Camillo Garzen (links) und Architekt Dino Lilge stellen die Umbaupläne für den Scheidinger Kindergarten vor. © Dirk Wilms

Scheidingen – Da bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Die Fachleute der Firma Haferkemper aus Oelde leisten ganze Arbeit im früheren Hausmeister-Haus am Scheidinger Kindergarten. In dem Gebäude an der Schützenstraße sollen sich ab Sommer 2021 Mädchen und Jungen tummeln, für die bislang kein Platz bei den „Salzbachstrolchen“ war. Aus zwei Gruppen werden drei, wenn denn die Arbeiten bis zum 1. August abgeschlossen sein werden.

Architekt Dino Lilge, der im Auftrag der Gemeinde die Umbaumaßnahmen managt, ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. „Es ist zwar eine Herausforderung, die einzelnen Abschnitte zu koordinieren. Doch wir schaffen es“, sieht er zwar hohe Hürden, die aber zu überwinden sind. Dabei besteht seitens der Gemeinde Zuversicht, den Kostenrahmen von rund 125000 Euro einzuhalten, wie aus der Vorlage für die heutige Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses hervorgeht.

Aktuell sieht es noch wild aus in dem Gemäuer aus den 50er-Jahren, das einst als Scheidinger Volksschule errichtet und Ende der 60er-Jahre in einen kommunalen Kindergarten umgewandelt worden war. Da wurden seit Anfang Februar Mauern eingerissen, die Statik durch Stahlträger gesichert. Es wurden Fenster zugemauert, um den Brandschutzbestimmungen zu entsprechen. Am Dienstag wurde bei der Ortsbesichtigung fleißig gemauert und gespachtelt, um neue Wände zu ziehen.

„Mit dem Rohbau sind wir nach dem Entkernen schon weit“, so Dino Lilge, der ankündigte, dass als nächstes Gewerk die Installationsarbeiten in Angriff genommen werden. Auch hier ist eine Kernsanierung unumgänglich, präsentierte sich doch die alte Haustechnik in einem maroden Zustand. Zuletzt war das Gebäude als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt worden; bis zu zehn Personen waren hier untergebracht.

Der Plan für den Umbau war im Vorfeld mit dem Jugendamt des Kreises Soest und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe abgestimmt worden. Demnach wird im Erdgeschoss ein großer Gruppenraum mit 50 Quadratmetern entstehen mit einem Nebenraum von weiteren zwölf Quadratmetern. Hinzu kommt ein Ruheraum und das Treppenhaus. Im oberen Stockwerk ist ein Mehrzweckraum vorgesehen und ein Nebenraum sowie ein Badezimmer; hier bleibt die Struktur der Räumlichkeiten im Gegensatz zum Erdgeschoss weitgehend erhalten.

Sobald die Umbaumaßnahmen im alten Hausmeister-Haus abgeschlossen sind, soll eine Gruppe der „Salzbachstrolche“ hierher umziehen. Dann wird deren jetziger Gruppenraum so umgebaut, dass Küche und Personalräume an deren Stelle entstehen können. Anschließend kann die Kita-Leitung dahin umziehen und die Sanitärräume in diesem Bereich können ausgebaut werden. Schließlich erfolgt der Durchbruch zwischen dem jetzigen Kindergarten-Bereich und dem alten Hausmeister-Haus, um in einem Nebenraum und dem jetzigen Büro der Leitung neue Sanitär-Anlagen zu bauen.

Für die weiteren Aufträge werden Architekt Lilge und Bürgermeister Camillo Garzen zufolge Handwerksbetriebe aus der Region zum Zuge kommen. Sie sollen ihren Beitrag leisten, damit am 1. August rund 50 Kinder am und im Scheidinger Kindergarten herumtollen können.

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