Funkstille beim Thema Bördehalle

Welver - 2020 läuft der Bördehallen-Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Welver und den Horrido-Schützen aus. Ob das Gebäude umgebaut oder abgerissen wird, ist noch nicht entschieden. Die Zeit drängt, doch zwischen Schützen-Vorstand und Verwaltung herrscht in dieser Angelegenheit totale Funkstille.

Horrido-Oberst Stefan Pake und seine Kollegen begegnen der Unsicherheit mit einer Doppelstrategie. „Wir fahren jetzt zweigleisig, das Votum dazu haben uns die Mitglieder gegeben“, so Pake. Derzeit werden vom Horrido-Vorstand Angebote für ein Festzelt eingeholt, um für den Fall des Verlustes der Bördehalle gewappnet zu sein. Auch Möglichkeiten zum Bau eines eigenen Vereinsheims werden geprüft. Pake hat derzeit ohnehin nicht den Eindruck, dass sich die Gemeinde übermäßig um die Halle kümmert. Im Februar sei eine Glasscheibe zu Bruch gegangen, berichtet er. Die Reparatur sei erst vor wenigen Tagen erfolgt. 

Wie tief der Frust sitzt, wurde auf der Schützenversammlung im letzten Herbst deutlich. Die Vorwürfe der Mitglieder an Politik und Verwaltung reichten von Hinhalten bis Aussitzen. Seitdem hat sich dieser Eindruck weiter vertieft. In der Verwaltung sieht man derzeit noch keine Grundlage für Gespräche. „Wir brauchen erst eine politische Entscheidung, wohin die Reise gehen soll“, so Camillo Garzen. Der Beigeordnete sieht allerdings auch die Notwendigkeit, sich langsam ernsthaft mit dem Thema zu befassen. „Da muss jetzt Bewegung rein“, so Garzen weiter. Immerhin taucht das Thema am Mittwoch, 13. Juni, nach längerer Zeit wieder auf der politischen Tagesordnung auf. Die BG stellt zur Hauptausschuss-Sitzung den Antrag, den Sperrvermerk für die Planungskosten „Sport- und Freizeitzentrum“ aufzuheben. Es geht um 40 000 Euro, die freigeschaltet werden sollen. Begründung: Sowohl die Schützen als auch die Gemeinde bräuchten hinsichtlich der zukünftigen Nutzung Planungssicherheit. Es sei unbestritten, dass eine Nutzung der Bördehalle in der jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß sei und dass eine entsprechende bauliche Veränderung zur Verbesserung der Nutzungszahlen von hoher Bedeutung sei. „In Zukunft gilt es, ebenfalls eine vernünftige Basis für einen weitergehenden Pachtvertrag mit den Horrido-Schützen zu schaffen, die zum einen die baulichen Veränderungen, die Finanzen, die Instandhaltung und vor allem auch das Nutzungskonzept berücksichtigen“, fordert Fraktionsvorsitzender Tim-Fabian Römer. Die Planungskosten seien zu nutzen, um im kommenden Jahr über das Förderprogramm des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes die baulichen Veränderungen mit einer Förderquote von 90 Prozent zu refinanzieren. Der Rat solle die Verwaltung beauftragen, die Planung einer baulichen Veränderung mit unterschiedlichen Vari-anten anzuschieben. Zudem sollen Gespräche mit den Horrido-Schützen hinsichtlich eines Anforderungsprofils geführt werden. Ziel müsse die Verlängerung des Pachtvertrages sein.

 Die Bördehalle gehört der Gemeinde Welver, ist aber bis 2020 dauerhaft an den Schützenverein verpachtet. Im Gebäude ist unter anderem der Jugendtreff untergebracht. Auch andere Vereine nutzen die Bördehalle regelmäßig. 

Quelle: Soester Anzeiger

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